Lokale Außenabdichtung von der Innenseite ausgeführt

Muss die Kelleraussenwand freigelegt werden, wenn lediglich eine feuchte Stelle in einer Ecke vorliegt? Was tun, wenn der Zugang zur Außenabdichtung, z.B. durch Überbauung versperrt ist? Die nachträgliche, erdberührte Abdichtung undichter Bauwerke ist in vielen Fällen mit erheblichem Aufwand verbunden. Angelegte Gartenanlagen müssen wieder aufgegraben werden. Oftmals sind Schadstellen im erdberührten Bereich aber gar nicht mehr von außen zu erreichen, zum Beispiel bei Überbauung. Die Folgen defekter Abdichtungen sind hinreichend bekannt. Nässe, Schimmel und Moderfäule mit den schädigenden Folgen für die Bewohner. Mit weber.tec 943 Schleiergel lassen sich Problembereiche dauerhaft nachträglich auf der erdberührten Seite abdichten, wenn ein Aufgraben bzw. Freilegen der betroffenen Bereiche nicht möglich, oder der Kostenaufwand unverhältnismässig hoch ist.

Einfach & sicher zum Ziel

  1.  

    1. Detailpunkt nachträgliche Fußpunktabdichtung mit weber.tec 943. Dabei wird über Injektionspacker das Schleiergel von der Innenseite aus auf die Außenseite gepresst. Das Gel reagiert unmittelbar mit Feuchtigkeit zu einer wasserundurchlässigen Matrix aus.

  2.  

    2. Zunächst wird im betroffenen Feuchtebereich der Packerabstand, je nach Beschaffenheit des Objektes und Baugrundes, festgelegt und markiert. Als Faustformel gilt, je nach Feuchtigkeitsbelastung und des umgebenden Erdreichs zwischen 15 und 25 cm Packerabstand im senkrechten und waagerechten Raster.

  3.  

    3. Danach werden die Bohrungen, je nach Packer im entsprechenden Durchmesser, durchgeführt.
  4.  

    4. Nach dem Ausblasen der Bohrlöcher mit ölfreier Druckluft, werden die Packer eingesetzt und fixiert.
  5.  

    5. Mit geeigneter 2-Komp.- Maschinentechnik erfolgt die Injektion des Gels. A- und B- Komponente werden aus getrennten Gebinden separat gefördert und am Mischkopf im feststehenden Mischungsverhältnis zusammengeführt.

  6.  

    6. Am Mischkopf werden die Komponenten gemischt und über die Packer eingebracht. Dabei wird von einer Seite aus beginnend von unten nach oben injiziert. Der Injektionsvorgang dauert solange, bis am benachbarten Packer Material austritt, bzw. rechnerisch genügend Material eingebracht wurde, um eine überlappende Abdichtung zu erzielen. Je nach Gegebenheit werden ca. 25 bis 30 ltr. fertige Mischung pro m² benötigt.
  7.  

    7. Zur Sichtkontrolle sollten die noch zu verpressenden Packer offen, d.h ohne Nippel bleiben. Nach dem Vergelen und Rückbau der Packer werden die Bohrlöcher mit weber.tec 942 verfüllt.

  8.  

    8. Häufig ist parallel zu der von außen einwirkenden Feuchte als flankierende Maßnahme im Fußpunktbereich eine Innenabdichtung mit Dichtungsmörteln und Dichtungschlämmen erforderlich, um auch einen Wiederaufbau des Putzsystems durchführen zu können. Dazu wird der gereinigte Untergrund,  sofern er nicht stark durchfeuchtet ist, mattfeucht vorgenässt. 

  9.  

    9. Auf den mattfeucht vorgenässten Untergrund wird eine Haftschlämme aus weber.tec 933 aufgeschlämmt.

  10.  

    10. In die frische Haftbrücke wird weber.tec 933 aufgespachtelt und in die Nut im Boden/Wandanschluss sowie im Bereich der Papplage eingebracht.

  11.  

    11. Danach wird die neue Mörtelhohlkehle im Radius von 4 - 6 cm ausgerundet.
  12.  

    12. Falls in der Wand kapillar Feuchte aufsteigt, wird mittels Injektion von weber.tec 940 E oder weber.tec 946 ein hoch wasserabweisendes Netzwerk im Mauerwerk ausgebildet. Dadurch wird aufsteigende Mauerfeuchte unterbunden.

  13.  

    13. Wirkprinzip einer nachträglichen Horizontalsperre aus weber.tec 940E oder weber.tec 946.

  14.  

    14. Nachfolgend erfolgt der Auftrag der rissüberbrückenden  Dichtungsschlämme weber.tec Superflex D 2. Vor dem Auftrag den Untergrund mit weber.prim 801 grundieren.

  15.  

    15. Auf die durchgetrocknete Abdichtung kann dann der Spritzbewurf mit weber.san 951 und nachfolgend der Sanierputzauftrag erfolgen. Der wasserdampfoffene Sanierputz weber.san 954 reguliert den Feuchtehaushalt, fördert die weitere Austrocknung und lagert ggf. anfallende kristallisierende Salze ein, ohne dabei zerstört zu werden.