Fassadengestaltung eines Neubaus

Individuelle Fassadengestaltung mit traditioneller Putztechnik

Das Planungsbüro Herchenröder, Essen, belebte für die Fassadengestaltung eines Neubaus in Essen-Heidhausen eine alte, in Vergessenheit geratene Putztechnik wieder.

Dabei wird ein dickschichtiger mineralischer Oberputz von Hand mit einem Besen gestrichen. Da es für diese Putztechnik keinerlei einschlägige Erfahrungen mehr hinsichtlich des Putz-Systemaufbaus, der Materialien, der Ausführung und Werkzeuge gab, wurden der Baustoffhersteller Saint-Gobain Weber und die ausführende Firma Tackenberg Bautenschutz frühzeitig in die Planung einbezogen.

Aufgebracht wurde nach intensiver Beratung der zweilagige mineralische Edel-Leichtputz weber.star 261. Die zwei Lagen von je 2-3 mm Dicke wurden frisch in frisch verarbeitet und anschließend mit einem Straßenbesen mit Kunststoff- borsten horizontal gestrichen. Den Abschluss bildete ein zweifacher Egalisierungsanstrich. Die gelungene Neuinterpretation dieser alten Handwerkstechnik hat eine sehr ausdrucksstarke, kraftvolle und zugleich filigrane Reliefstruktur ergeben. Durch das Spiel von Licht und Schatten auf der Besenstrich-Struktur wirkt die einzigartige Fassade immer wieder anders.

Objekt:
Fassadengestaltung eines Neubaus in Essen-Heidhausen

Objektart:
Wohngebäude

Umfang:
Fassadenfläche ca. 330 m²

Fertigstellung:
Mrz 2012

Bauherr:
privat

Planung:
Planungsbüro Herchenröder, Lunkegarten 8, 45277 Essen

Ausführung:
Tackenberg Bautenschutz GmbH, Oberhausen