Sanierung gerissener Fassaden oder Fugen mit einem WDVS

Mit dem WDVS können gerissene Fassaden verputzt werden, bei denen Rissbreitenänderungen bis zu 2,5 mm zu erwarten sind. Aufgrund der hohen Entkopplungswirkung der Dämmplatten werden die Rissbewegungen nicht an das Putzsystem weitergegeben. Es können auch Fassaden mit Fugen, z. B. Plattenbauten, fugenlos verputzt werden.

Einfach & sicher zum Ziel

  1. Untergrundprüfung

    1. Bei Sanierung von Plattenbauten muss gewährleitet sein, dass die Standsicherheit der Wetterschale überprüft wurde.
  2.  

    2. Eventuelle Hohlstellen entfernen und Putzgrund mit einem Hochdruckreiniger säubern.
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    3. Aufbringen der Glasfaserfugenmatte über dem Riss.
  4. Systeme

    4. Die Fassade mit einem WDVS z. B. weber.therm A 100 / B 100 > 60 mm dämmen. Entweder mit Mineralwolle- oder EPS-Dämmplatte.

  5. Verarbeitung

    5. Bei einem vorhandenen Fassadenanstrich , auf dem nicht geklebt werden kann, ist dieser zu 70% zu entfernen. Anschließend sind die Dämmplatten zusätzlich zu verdübeln (siehe Dübelauswahl in diesem Guide).
  6.  

    6. Der Armierungsmörtel z. B. weber.therm 300 wird mit der Hand oder der Maschine aufgetragen (5-7 mm).

  7.  

    7. Das Armierungsgewebe weber.therm 310 wird faltenfrei eingebügelt. Das Gewebe muss in der oberen Hälfte der Armierungsschicht liegen.

  8.  

    8. Für die Aufnahme von z. B. Edelkratzputz weber.top 204 AquaBalance muss die Armierungsschicht, z. B. weber.therm 300 waagerecht aufgeraut werden. 

  9.  

    9. Je nach Oberputz bzw. Witterung muss der Unterputz gegebenenfalls vorgenässt oder mit weber.prim 403 Universalgrundierung grundiert werden. 

  10.  

    10. Der Oberputz wird entweder maschinell oder von Hand aufgetragen.
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    11. Je nach Oberputz wird die Oberfläche mit geeignetem Werkzeug strukturiert bzw. gekratzt.