Hochwasser - wir helfen!

Sanierung von Hochwasserschäden

Bei Hochwasserereignissen, wie denen, die im Juli 2021 Teile von Deutschland heimgesucht haben, geht es zunächst um die Sicherung von Leben und Gesundheit. Ziehen sich die Fluten zurück, hinterlassen sie ein Bild der Verwüstung. Nach den ersten Aufräumarbeiten stehen die Betroffenen vor der Frage, wie sie ihre Häuser und Wohnungen wieder in Stand setzen können. Viele wünschen sich Beratung und Hilfestellungen dazu, welche Sanierungsarbeiten in welcher Reihenfolge anstehen.

Saint-Gobain Weber verfügt als Baustoffhersteller über ein umfassendes Wissen in der Sanierung von Feuchteschäden und bietet auch die passenden Systeme an. Wir möchten dieses Wissen teilen.
Auf dieser Seite finden Sie daher kurzfristig Sanierungs-Checklisten für die Beratung von Betroffenen, kostenlose Online-Seminare zum Thema "Sanierung von Hochwasserschäden", Schritt-für-Schritt Anleitungen für die typischen Sanierungsmaßnahmen, Produkt- und Systemempfehlungen sowie eine Liste häufiger Fragen.

Neben zahlreichen Beratungen vor Ort in Kooperation mit unseren Partnern aus dem Baustofffachhandel bieten wir auch eine Technische Hotline, bei der Ihre Fragen zur Sanierung kompetent beantwortet werden.

Unterstützung durch Verbände und Organisationen

Viele Verbände und Organisationen arbeiten intensiv, um den Betroffenen Unterstützung und Beratung anzubieten. Gern verweisen wir auch auf diese Angebote.

Handwerk baut auf

Die Handwerkskammer Koblenz bietet mit anderen Partnern zusammen eine umfassende Plattform an, um Betroffene und Handwerksbetriebe leichter zusammenzuführen.

Systemlösungen Putz und Fassade

Unsere Lösungen für die Sanierung von Wänden nach Hochwasserschäden.

Systemlösungen Bautenschutz

Unsere Lösungen für die Sanierung von Kellern nach Hochwasserschäden.

Systemlösungen Fliese & Boden

Unsere Lösungen für die Sanierung Fliesen- und Bodenbelägen.

Downloads

Unsere Sanierungs-Checklisten und Broschüren zur Beseitigung von Hochwasserschäden

FAQ zum Thema Wandsanierung

Die häufigsten Fragen rund um hochwassergeschädigte Wände

Innenputzsysteme sollten 0,25 m bis 1,0 m in den intakten Bereich hinein entfernt werden.
Aus technischer, hygienischer und wirtschaftlicher Sicht ist eine Instandsetzung nicht möglich.

Dies hängt von verschiedenen Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang sollten die folgenden Fragen beantwortet werden:

War das Wasser kontaminiert (Abwasser, Schlamm, Öl, etc.) und wie stark war / ist die Belastung? Wie lange hat das Wasser eingewirkt?
Welches Bindemittel weißt der betroffene Putz auf? Wie ist der aktuelle Zustand des Putzes?

Mit diesen Informationen kann dann durch den Fachberater und die Anwendungstechnik von Weber eine Sanierungsempfehlung entwickelt werden.

Das Mauerwerk muss vor einem neuen Putzauftrag vollständig ausgetrocknet sein. Mit technischer Unterstützung dauert das mindestens vier bis sechs Wochen.
Werden Sanierputzsysteme eingesetzt, kann dieser Prozess deutlich verkürzt werden.

Der Untergrund ist von haftungsmindernden Bestandteilen zu befreien. Schadhafte Putze, lose und abblätternde Mörtel- und Belagsreste, sowie Farbanstriche sind bis mind. 80 cm oberhalb der schadhaften Zone sorgfältig zu entfernen.
Es muss ein für die Folgearbeiten ausreichend ebener und tragfähiger Untergrund vorhanden sein.
Gipsputze sind restlos zu entfernen und mürbe Fugen müssen mind. 2 cm ausgeräumt werden.

Ein Rückbau muss grundsätzlich bei folgenden durchnässten Untergründen erfolgen: Tapeten, Gipsputz/-bauplatten/-karton, Lehmputz, Kalkputz, Dämmstoffe, Baustoffe in Plattenform, z.B. Holzbaustoffe, wie Spanplatten, Weichfaserplatten oder sonstige feuchteempfindliche Baumaterialien.

Sollte der Untergrund durch Öl oder Fäkalien kontaminiert sein, sind entsprechende Fachfirmen mit einzubeziehen.

Mit einem Sanierputz kann die Gefahr von Schäden durch Salzbelastung auf ein Mindestmaß reduziert werden. Dies gilt vor allem dann, wenn wenig Zeit für Trocknungsmaßnahmen zur Verfügung stehen.
Das Sanierputzsystem liefert nach dem Auftrag eine trockene Putzoberfläche und unterstützt eine schnelle und schadensarme Austrocknung.

Wir empfehlen z.B. den Sanierputz weber.san 958
Vorgehensweise: Vollflächige Kratzspachtelung aus weber.san 958 als Haftbrücke aufbringen. Frisch in frisch weber.san 958 in einer gleichmäßigen Schichtdicke von mind. 20 mm aufbringen. Anschließend glätten, abreiben und nachbehandeln.

Die Anwendung von Kalkzementputz- oder Zementputzsystemen auf einem gipshaltigen Untergrund kann zu neuen Putzschäden führen, da Gipsbestandteile in Kombination mit Feuchtigkeit zu Treiberscheinungen führen können. Auf Gipsuntergründen sollte daher bevorzugt mit weber pluscalc gearbeitet werden, der diesbezüglich unkritisch ist.

Wenn gipshaltige Putze entfernt werden, kann nach sorgfältiger Reinigung auch mit Weber Kalkputzen gearbeitet werden. Nur wenn Gipsreste sorgfältig und vollständig entfernt werden, können auch Zementputze verbaut werden. Ggf. muss das Mauerwerk auch sandgestrahlt werden.

Das neue Putzsystem lässt sich nicht immer ansatzlos an die vorhandenen Altputzflächen anarbeiten. Dies kann zu Schwindrissen in Übergangsbereichen führen. Um derartige Effekte zu vermeiden, empfehlen wir eine gesamtflächige Überarbeitung der Putzes mit einem Armierungsputz.

Am besten eignet sich dafür ein Putzmörtel wie z.B. weber.cal Kalk Haftputz, der sowohl auf Gips- und Kalk-, als auch auf Kalkzement- und Zementgebundenen Untergründen einsetzbar ist.
 

Über die Risiken durch das Ausdünsten mit Heizöl belasteter Wände sollten entsprechende Institutionen befragt werden.
Der entscheidende Punkt ist, ob das Mauerwerk auch nach Entfernen des Putzes eine Ölbelastung aufweist.
Wenn sich beim Benetzen der getrockneten Wände mit Wasser ein Abperleffekt zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ölbelastung hoch.
Die belastete Schicht sollte entfernt und als Sondermüll behandelt werden.

Ja, denn die Tragfähigkeit dieses Materials leidet bereits bei kurzer Wasserbelastung sehr, sodass sich hier ein Rückbau bis auf die Unterkonstruktion nicht vermeiden lässt.

Wurden WDV-Systeme auf Basis von EPS durch Hochwasser belastet, sollte zunächst abgewartet werden, wie sich der Aufbau im Zuge der Austrocknung verhält und ob sich weitere Schäden in Form von Aufwölbungen, Rissen, Verschmutzung, Geruch oder Farbveränderungen zeigen.
Bei gut verbauten WDV-Systemen ist nicht damit zu rechnen, dass diese in ihrer Substanz und Funktionstüchtigkeit geschädigt wurden.

Die Feuchtigkeit wird nach und nach das System verlassen. Sollten sich keine der oben erwähnten Schäden zeigen, ist auch nicht mit Standsicherheitsproblemen zu rechnen.
Es empfiehlt sich, die ästhetischen Sanierungsmaßnahmen am System erst dann durchzuführen, wenn das WDV-System vollständig ausgetrocknet ist.

Wenn das System stark geschädigt ist oder eine schnelle Überarbeitung gefordert ist, müssen die WDVS Flächen unterhalb des Hochwassersaums rückgebaut und ausgetauscht werden.
Im Anschluss wird dann das gesamte System mit einer neuen Armierungsschicht und einem neuen Oberputz überzogen.

Als weitere Sanierungsvariante für mäßigt geschädigte Systeme steht das weber.therm retec System zur Verfügung.

Wurden WDV-Systeme auf Basis von Mineralwolle durch Hochwasser belastet, sollte zunächst abgewartet werden, wie sich der Aufbau im Zuge der Austrocknung verhält und ob sich weitere Schäden in Form von Aufwölbungen, Rissen, Verschmutzung, Geruch oder Farbveränderungen zeigen.
Bei gut verbauten WDV-Systemen ist nicht damit zu rechnen, dass diese in ihrer Substanz und Funktionstüchtigkeit geschädigt wurden.

Die Feuchtigkeit wird nach und nach das System verlassen. Sollten sich keine der oben erwähnten Schäden zeigen, ist auch nicht mit Standsicherheitsproblemen zu rechnen.
Es empfiehlt sich, die ästhetischen Sanierungsmaßnahmen am System erst dann durchzuführen, wenn das WDV-System vollständig ausgetrocknet ist.

Wenn das System stark geschädigt ist oder eine schnelle Überarbeitung gefordert ist, müssen die WDVS Flächen unterhalb des Hochwassersaums rückgebaut und ausgetauscht werden.
Im Anschluss wird dann das gesamte System mit einer neuen Armierungsschicht und einem neuen Oberputz überzogen.

Als weitere Sanierungsvariante für mäßigt geschädigte Systeme steht das weber.therm retec System zur Verfügung.

FAQ zum Thema Bodensanierung

Die häufigsten Fragen rund um das Thema Bodensanierung

Generell kann man sagen, dass alle Einrichtungsgegenstände sofort zu entfernen sind, damit eine schnellere Austrocknung erfolgen kann. Denn sämtliche Gegenstände, die durch Feuchtigkeit belastet sind, erhöhen automatisch die Luftfeuchtigkeit im Raum und behindern den Trocknungsprozess. Wenn möglich, sollten Wärmequelle zugeschaltet werden. Diese sorgen für eine höhere Temperatur und somit eine höhere Aufnahme der Luftfeuchtigkeit. Damit ein Luftaustausch stattfindet, immer zwischendurch eine Stoßlüftung für ca. 10 Minuten vornehmen. Durch Hinzunahme eines einfachen Hygrometers kann die Luftfeuchte kontrolliert werden. In Normalfall sollte die Luftfeuchte in einem Raum 40-60 % betragen.

Unterscheidung von eindringendem Wasser

Es ist ein Unterschied, ob klares Wasser durch Mauerwerk oder die Bodenplatte eindringt. Oder ob es sich um Wasser handelt, welches z.B. durch Hochwasser den Raum belastet. Die Feuchtigkeitsbelastung kann dieselbe sein, aber Hochwasser bringt in der Regel viel Schmutz mit. Das kann von Fäkalienbelastung bis zu Ölen oder anderen chemischen Produkten reichen. In diesem Fall hilft leider nur: Die belasteten Untergründe müssen mittels Probeentnahmen durch ein Labor auf entsprechende Schadstoffe untersucht werden.

Einiges kann man eventuell schon am Geruch erkennen, aber bei verschiedenen Stoffen können Keime oder Bakterien eine große Rolle spielen, die sich durch Wärme und hohe Luftfeuchte schnell vermehren können.

Für die Feuchtemessung im Untergrund gibt es verschiedene Methoden:

  • Elektronische Feuchtmessgeräte, die in der Regel aber nur ca. 3-4 cm zerstörungsfrei in den Untergrund messen.
  • CM Messung (Carbidmessmethode); Untergrund muss zur Messung zerstört werden
  • KLR Messmethode, zerstörungsfrei (Messung der korrespondierenden Luftfeuchte)
  • Ofentrocknung, Untergrund muss zerstört werden. Ermittlung der Feuchte entsteht über die Ermittlung des Masseverlustes

Hier ist zu überprüfen, ob es ein feuchteempfindlicher Bodenbelag, ein feuchteunempfindlicher Bodenbelag oder ein dampfdichter Belag ist. Alle feuchteempfindlichen oder dampfdichten Bodenbeläge sind generell zu entfernen. Feuchteunempfindliche Bodenbeläge können unter Umständen erhalten bleiben, wenn der Verschmutzungsgrad gering ist und die komplette Unterkonstruktion intakt ist.

Zementestrich ist wasserbeständig und wird in seiner Struktur nicht beeinträchtig. Aufgrund seiner hohen Alkalität neigt er nicht zur Schimmelbildung.
Generell sollten Sockel und Randdämmstreifen zwecks besser Belüftung entfernt werden.

Man unterscheidet in

a) Verbundestrichkonstruktion

Verbundestrich wird mittels einer Haftschlämme mit dem Untergrund (Beton) kraftschlüssig verbunden: Eine Schädigung des nassen Estrichs ist nicht gegeben. Der Estrich kann normal austrocknen; durch z.B. Bauentfeuchter oder Luftzirkulation. Wenn vorhanden, den Randdämmstreifen entfernen.

b) Estrich auf Trennlage

  • Der Estrich wurde auf einer Folie oder Schrenzlage verbaut, damit kein Verbund zum Untergrund besteht. Eine Zwangstrocknung kann mittels Hohlraumtrocknung durchgeführt werden. Fachfirmen bohren dafür verschiedene Löcher in den Estrich und blasen darüber warme Luft in den Untergrund. Zusätzlich werden je nach der Raumgröße entsprechende Kondensat-Trockner aufgestellt.

c) Estrich auf Dämmung

Hierbei ist zu unterscheiden:

  • Mineralische Dämmung ist auszubauen, da die Trocknung fast unmöglich ist.
  • Bei XPS oder EPS Dämmung kann eine Zwangstrocknung mittels Hohlraumtrocknung durchgeführt werden. Fachfirmen bohren dafür Löcher in den Estrich und blasen darüber warme Luft in den Untergrund. Zusätzlich werden je nach der Raumgröße entsprechende Kondensat-Trockner aufgestellt.

Ohne eine Zwangstrocknung kann die Dämmung nicht auftrocknen; und die Feuchtigkeit verbleibt über einen sehr langen Zeitraum im Beton. Hierbei kann es langfristig zu Folgeschäden wie z.B. Schimmelbildung kommen.

Bei diesen Estrichen wird als gipsbasierender Binder der Zuschlagstoff Sand eingesetzt.

Hierbei spielt der Zeitraum der Wasserbelastung eine große Rolle, da Wasser den Estrich aufquellen lässt.

Synthetische Anhydrit-Estriche, welche eigentlich einen guten Hydratationsgrad haben, neigen eher wenig zum Quellen. Der Estrich kann wahrscheinlich erhalten bleiben. Mit einer Zwangstrocknung sollte wieder alles zu richten sein.

Wichtig ist aber, dass dies möglichst schnell passiert. Mit jedem Tag länger im Nassen steigt das Risiko einer Schädigung des Verbundes mit dem Oberbodenbelag (z.B. Fliesen).

Das letztendliche Ausmaß der Belagsschädigung kann man leider immer erst nach den Trocknungsmaßnahmen überblicken.
Wie auch beim Zementestrich beschrieben, muss nach der Art der Dämmung unterschieden werden.

Naturhölzer sind nicht so empfindlich wie „künstliches Holz“, z.B. Spanplatten oder OSB Platten.

Naturholz wird quellen und dadurch den Oberbelag ablösen. Fakt, Oberbelag sofort entfernen, damit das Holz trocknen kann.

Span- und OSB Platten sind leimgebundene Holzsplitter-Stücke. Der Leim (Binder) ist feuchtigkeitsempfindlich, durch die Feuchtigkeit entsteht ein Festigkeitsabbau.

Spanplatten wiederum sind empfindlicher gegen Feuchtigkeit als OSB Platten. Hier spielt auch der Zeitraum der Feuchtbelastung eine Rolle. 

In den meisten Fällen müssen diese „künstlichen Hölzer“ direkt zurückgebaut werden.

Zementestrich, Beton oder zementhaltiger Fugenmörtel wird durch ölhaltige Produkte nicht in seiner Funktionalität beeinträchtigt. Das Problem liegt hier mehr im Geruch und in eventuellen gesundheitlichen Schäden. Ohne eine Behandlung mit speziellem Reiniger kann auch kein Oberbelag mehr verklebt/ aufgebracht werden. Diese speziellen Reiniger arbeiten mit Bakterien, die z.B. das Heizöl aufspalten und den Geruch beseitigen

Versuche, dieses mit herkömmlichen Mitteln zu beseitigen, führen nur dazu, dass das Öl noch tiefer in den Estrich / Beton eindringen kann.

Ausschreibungstexte

Im Folgenden finden Sie unsere Ausschreibungstexte spezifisch zur Sanierung nach der Hochwasserkatastrophe.

*0,99€ / Minute aus dem deutschen Festnetz, bei Mobilfunk-Anrufern abhängig vom Netzbetreiber und Tarif
**normale Telefongebühren für unsere registrierten Partner

 

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