Reinigung und Inbetriebnahme eines Schwimmbeckens

Damit Bauherren viel Spaß an Ihrem Schwimmbecken haben, sind von allen Beteiligten verschiedene Punkte zu beachten, denn ein Schwimmbecken ist nicht wartungsfrei.
In öffentlichen Anlagen ist in der Regel eine professionelle Betreuung sichergestellt.
Bei privaten Schwimmbecken sollten Wasseraufbereitung, Wasserumwälzung und die regelmäßige Wartung der Filteranlage unbedingt eingehalten werden.In stehendem Wasser, d.h. bei ausgeschalteter Wasserumwälzung, können sich ansonsten Mikroorganismen schlagartig vermehren und beim Wiedereinschalten ins Becken gelangen.
DIN-Normen wie beispielsweise die „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ nur für den öffentlichen Bereich gilt, sollten private Bauherren in Anlehnung an dieses Regelwerk handeln. Die richtige Wasseraufbereitung ist verantwortlich für optimales Schwimmbeckenwasser und saubere Wand- und Bodenflächen.

Einfach & sicher zum Ziel

  1. Grundreinigung

    Bei einem normalen Fliesenbelag erfolgt die erste gründliche Reinigung der Beckenoberfläche, nachdem die Fugen ausreichend erhärtet sind. Hierbei werden Rückstände von der Verfugung und der normalen Baustellenverschmutzung entfernen, damit kein Nährboden für eine spätere Verkeimung zurück bleibt. Ansonsten entsteht erfahrungsgemäß ein Befall durch Mikroorganismen, wie z.B. Schimmelpilze. Diese Reinigung erfolgt mit einer Chlorbleichlauge oder entsprechend geeigneten Reinigern auf dieser Basis.

  2. Reinigung bei Glasmosaik

    Wird in einem Schwimmbecken Glasmosaik, das in der Regel eine vorderseitige Papierverklebung hat, verlegt, erfolgt die erste Reinigung der Flächen bereits vor dem Verfugen. Dazu wird der Belag mit Chlorbleichlauge gereinigt und mit klarem Wasser gründlich nachgewaschen, um eine spätere Verkeimung der Fugen zu vermeiden. Nach der Reinigung ist es besonders wichtig das im Bodenbereich angesammelte Schmutz- und Überschusswasser vollständig zu entfernen.

  3. Die Inbetriebnahme

    Vor der Inbetriebnahme des Beckens wird dieses mindestens zwei Wochen lang mit einer erhöhten Chlorkonzentration (mind. 2 mg/l) gefahren. Soll das Becken anschließend mit einer chlorfreien Wasseraufbereitung gefahren werden, muss das Becken regelmäßig optisch kontrolliert werden. Bei den geringsten Anzeichen von Organismen an Beckenwänden oder Beckenboden ist eine Stoßchlorung durchzuführen.