Hohllagen / Hohlklang unter Fliesen beseitigen - weber.sys 891

Die Spezialflüssigkeit weber.sys 891 beseitigt Hohllagen unter keramischen Belägen aufgrund seiner hervorragenden Kriecheigenschaften einfach und zuverlässig. Ein kostspieliger Rückbau mit Neuverlegung der Fliesen wird somit vermieden. Die gebrauchsfertige Spezialflüssigkeit ist für den Wand- und Bodenbereich geeignet. Sie kann außerdem zur elastischen Verfüllung von Haarrissen benutzt werden.

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Beseitigung von Hohllagen unter keramischen Belägen

Speziell großformatige Fliesen stellen Fliesenleger vor einige Herausforderungen. Schnell entstehen Hohlräume, die leicht zu Folgeschäden am Verlegegut führen können. Doch nicht immer ist in diesem Fall ein Rückbau erforderlich. Eine behutsame Sanierung mit niedrigviskosen Injektionsflüssigkeiten spart Zeit und Kosten.

Der Trend zu großformatigen Fliesen ist ungebrochen – egal ob im Neubau oder in der Sanierung. Dies stellt Verlegebetriebe oftmals vor einige Herausforderungen, denn die Gefahr von Konstruktionsschäden wächst mit der Größe des Verlegeguts. Neben der Handhabung ist insbesondere hinsichtlich bauphysikalischer Aspekte wie Ebenheit und Trocknungsverhalten des Verlegemörtels einiges zu beachten. Da bei großen Fliesen der Fugenanteil geringer ist, kann Feuchtigkeit unter dem verlegten Belagsmaterial durch die wenigen vorhandenen Fugen nur sehr langsam austrocknen. Dies kann bei Verwendung falscher Materialien bereits frühzeitig zu Schäden im Untergrund führen. Auch eine unterdimensionierte Bettungsschicht kann Probleme verursachen. Ursachen hierfür sind häufig die Wahl der falschen Zahnkelle oder der Verzicht auf das Buttering-Floating-Verfahren.

Hinzu kommt: Je größer die Fliese ist, desto ebener muss der Untergrund sein, auf dem sie aufliegt. Die Gefahr von Hohllagen unter der Keramik wächst. Beschädigung und Abbrüche bei einer entsprechenden Belastung können die Folge sein. Zudem klingt der Belag beim Betreten partiell hohl. Bauherren bestehen in diesem Fall in der Regel auf Rückbau und Neuverlegung und stellen den Verarbeitenden damit oft vor Probleme, auch in finanzieller Hinsicht.

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Zeit- und kostensparende Alternative

Eine Lösung bieten niedrigviskose Spezialflüssigkeiten wie die einkomponentige Injektionsflüssigkeit weber.sys 891. Sie verfügt über außerordentliche Penetrationseigenschaften, füllt Hohllagen und kann oftmals die Alternative zu einem kosten- und zeitaufwendigen Rückbau sein. Die Acryl-Copolymer-Dispersion wird drucklos in die geöffnete Fuge gegossen und verfüllt Hohlräume kraftschlüssig. Sie eignet sich auch ideal für den Verschluss von Haarrissen, beispielsweise an Mosaik- und Terrazzo-Fußböden sowie bei Estrichen oder teilweise auch Putzen.

Zugang über die Fugen

Um eine fachgerechte Sanierung von Hohllagen durchführen zu können, muss zunächst das Schadensbild ermittelt werden. Gibt es keine offensichtlichen Risse, wird der Belag zur Erkennung von Hohlstellen dafür leicht abgeklopft oder mit einem Gegenstand abgestreift. Werden Stellen lokalisiert, sollten diese geöffnet werden, indem man sie im Fugenbereich einschneidet oder anbohrt. Hierbei ist zu beachten, dass der dabei gebildete Staub mittels Industriestaubsauger sorgfältig entfernt wird, da ein optimales Ergebnis nur erzielt werden kann, wenn der Untergrund absolut trocken und ohne haftungsmindernde Bestandteile ist.

Injektion in mehreren Arbeitsschritten

Mit geeigneten Hilfswerkzeugen, wie Trichter, Quetschflasche, Vorratsbehälter oder Pipette wird nun die Spezialflüssigkeit in den geöffneten Belag gegossen. Je nach Hohlstellengröße können hierfür mehrere Arbeitsschritte notwendig sein. In diesem Fall wird in Abständen von 20 bis 30 Minuten so lange nachgegossen, bis der Hohlklang beseitigt ist. Mehrmaliges Nachgießen ist in einem Zeitraum von maximal 24 Stunden und bis zu Sättigung möglich.

Der Vorteil von weber.sys 891 ist, dass es nach dem Abbinden elastisch bleibt und eine hohe Haftkraft entwickelt. Die außerordentlichen Kriecheigenschaften machen es möglich, das Material unter geringstem Aufwand auch in feine Haarrisse zu gießen, wo es trotzdem tief in die Struktur eindringt. Beim Abbinden versiegelt es den Riss. So wird das weitere Eindringen von Feuchtigkeit verhindert und eine gute Verbundfestigkeit der Flächen sichergestellt.

Nach Durchtrocknung kann eine erneute Klopfprüfung durchgeführt werden. Wird ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, so können die Stellen mit passenden Materialen, wie z.B. mit dem flexiblen Fugenmörtel weber.fug 877, wieder dauerhaft verschlossen werden. Dabei ist eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden einzuhalten, da die nicht vollständig abgebundene Injektionsflüssigkeit aufgrund von Wasserabgabe aushärten und somit das optische Erscheinungsbild der Fugen beeinträchtigen kann. Wichtig ist außerdem, dass vorab der entsprechend korrekte Farbton des Fugenmörtels bestimmt wird, um Abweichungen vom bestehenden Fugenbild auszuschließen.

Teil-Rückbau und Rissverguss

Werden bei der Klopfprüfung größere Schäden im Untergrund festgestellt, lässt sich ein Teilrückbau oftmals nicht verhindern. In diesem Fall werden Teile des Verlegeguts aufgenommen, um den darunterliegenden Estrich in Stand zu setzen. Dabei hat sich die Verwendung von schnell abbindenden, zweikomponentigen Epoxidharzen, wie beispielsweise weber.prim 806, bewährt. Die Harze verfügen über eine hohe Druck-, Biegezug- und Haftfestigkeit. Die Oberflächenhaftung des Materials, die entscheidend für die zuverlässige Abdichtung und das kraftschlüssige Verbinden ist, ist besonders auf Beton und Estrich ausgezeichnet. Epoxidharz ist beständig gegen Wasser, Mineralöl, Benzin und zahlreiche Laugen und Säuren. Vermischt werden die zwei Komponenten mithilfe einer langsam laufenden Bohrmaschine mit aufgesetztem Rührpaddel. Wenn keine Schlieren mehr in der Masse sichtbar sind, muss das Material innerhalb von zehn Minuten verarbeitet werden, da es ansonsten die gewünschte Konsistenz verliert.

Je nach Breite und Tiefe des Risses sowie der Rissdurchdringung im unteren Estrichbereich wird das Harz gepinselt, vergossen oder injiziert. Für ein optimales Ergebnis empfiehlt sich außerdem ein Einschneiden der Risse sowie das Verbinden mit speziellen Estrichklammern. In allen Fällen werden die Risse, und gegebenenfalls die Kanäle, oberflächenbündig verfüllt und anschließend mit einem Spachtel abgezogen. Zur Haftvermittlung streut man abschließend ofengetrocknetes Hartquarzmaterial im Überschuss in die noch klebrige Harzschicht. Nach vollständiger Aushärtung wird der lose, überschüssige Sand restlos entfernt. Falls nötig, können die ausgebesserten Estrich- und Betonflächen mit einer Spachtelmasse ausgeglichen werden, bevor die Verlegung der keramischen Beläge erfolgt.

Fazit

Der Trend zu großformatigen Fliesen geht einher mit einem erhöhten Risiko für Konstruktionsfehler. Hohlstellen oder Untergrundrisse können die Folge sein. Durch den Einsatz niedrigviskoser Spezialflüssigkeiten kann ein zeitaufwändiger Komplettausbau verhindert werden, denn diese werden direkt über die Fugen injiziert und die Hohlstellen somit verfüllt. Bei größeren Schadstellen ist es ratsam, einen Teil des Belags rückzubauen und die entsprechenden Bereiche mit zweikomponentigem Epoxidharz zu verschließen.