BIM

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode zur integralen Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Die Planungsinformationen werden dabei in einem intelligenten, digitalen Gebäudemodell erfasst, kombiniert und vernetzt. Alle Informationen sind in dem zentralen 3D-Modell enthalten und lassen sich jederzeit unter beliebigen Kriterien auswerten. An einer Stelle eingefügte Änderungen erzeugen auto- matisch entsprechende Änderungen in allen weiteren Planungsdokumenten. Dies führt zu mehr Sicherheit hinsichtlich Kosten, Terminen und Nachhaltigkeit in der Projektabwicklung.

BIM treibt die Digitalisierung der Bauwirtschaft an

In der neuen digitalen Arbeitsweise liegt der Fokus auf Austausch und Transparenz, gearbeitet wird mit softwarebasierten 3D-Modellen und den darin enthaltenen Informationen. Gebäude werden zunächst komplett virtuell gebaut und nach mehreren Kriterien – u.a. energetisch, wirtschaftlich, Lebenszyklus – simuliert und optimiert, bevor auch nur ein Bagger anrollt. Bei den Kollusionsprüfungen am Modell werden Planungsfehler identifiziert und Unstimmigkeiten zwischen dem Architekturmodell und anderen Fachmodellen wie dem Tragwerk- oder TGA-Modell behoben. Mittels 3D-Renderings und Augmented Reality werden Materialien und Dimensionen greifbar und Entscheidungen in der Planungsphase einfacher. Daraus resultierende Änderungen an Böden, Fassaden oder Wänden gehen in Echtzeit in die Planung ein. Stücklisten, Mengenermittlungen und die daraus resultierende Kostenkalkulation werden automatisch angepasst. Aber damit nicht genug!

BIM Vorteile

  • Kürzere Projektlaufzeiten
  • Kosten- und Planungssicherheit
  • Vermeidung von Planungsfehlern und Reduzierung von (rechtlichen) Risiken
  • Fundierte Entscheidungsbasis
  • Reduzierte Gesamtkosten, inklusive Minimierung der Folgekosten
  • Höhere Qualität der Planung und damit die Verbesserung Ihrer Wettbewerbsfähigkeit

BIM rückt die Nutzungsphase des Gebäudes in den Mittelpunkt

Betrachtet man die Gesamtkosten eines Gebäudes auf die Lebensdauer von etwa 50 Jahren, entfallen lediglich 20 % auf den Bereich Planen und Bauen. Das Betreiben und Instandhalten von Gebäuden ist mit 80 % der Gesamtkosten deutlich relevanter, vor allem für den Besitzer bzw. den Nutzer. Genau hier wird BIM in Zukunft seinen Mehrwert ausspielen. Die Informationen – dafür steht das „I“ in BIM – die in einer Planung automatisch vorhanden sind, können jederzeit für Pflege und Wartung genutzt werden und ermöglichen Umbaumaßnahmen einfacher, schneller und wirtschaftlicher. Mittels Sensorik werden Komfortparameter erfasst, die instant Rückmeldung geben über die Funktion der Gebäudeinfrastruktur. Auch Bewegungen bzw. die Nutzung von Gebäudebereichen wird über BIM darstellbar bzw. optimierbar. So können die Kosten für Kunstlicht, Klimatisierung und Reinigung sehr stark reduziert werden. Auch das Lebensende eines Gebäudes wird in BIM berücksichtigt. Der Abbruch und die Recyclingfähigkeit der gewählten Bauprodukte kann in BIM beurteilt und entsprechend optimiert werden. So bekommt man auf Knopfdruck eine Bewertung für die Nachhaltigkeit eines Gebäudes.

Saint-Gobain goes BIM: Neue BIM-Assistenten für Allplan, ArchiCAD, Revit

Digitales Planen komfortabler, planungssicherer und effizienter zu machen, ist das erklärte Ziel der Konzernstrategie „Saint-Gobain goes BIM“. Bereits auf der BAU 2017 präsentierte Saint-Gobain daher eine umfangreiche Auswahl an markenübergreifend konzipierten BIM-Lösungen, die bauliche Probleme lösen können. Das gelingt durch die Verbindung der Baukompetenzen der Saint-Gobain-Gruppe, zu der auch Marken wie Rigips, Weber oder Isover gehören.

Saint-Gobain bietet Architekten über neue BIM-Assistenten für ArchiCAD, Allplan und Revit den Schnellzugriff auf über 10.000 bauphysikalisch geprüfte Bauteil-Lösungen – für nahezu jeden Komfortanspruch. Die voll digitalisierten BIM-Lösungen lassen sich unmittelbar im graphischen Modell in der CAD-Software anwenden. Alle Produkt- und Konstruktionsdaten stehen sofort für Auswertungen sowie weitere Planungsschritte zur Verfügung.

BIM Tools von Weber

Weber in Allplan

Saint-Gobain Weber sieht für die Optimierung des Planungs- und Bauprozesses gewaltiges Potenzial in BIM-basierten Planungsprozessen und begleitet die Entwicklung engagiert. Das Unternehmen kooperiert als einer der ersten großen Baustoffhersteller mit einem der führenden Anbieter für Architekten-Software. Dessen Software Allplan bietet als weit verbreitete BIM-Plattform mit bauteilorientiertem 3D-Modell eine ideale Basis für die Integration der hochwertigen Weber-Lösungen. Im Planungsassistenten sind nun Premium-Systeme von Saint-Gobain Weber inklusive aller für die detaillierte Planung erforderlichen Informationen verfügbar. 

Saint-Gobain Weber ist mit Planungsassistenten für Putz- und Wärmedämm-Verbundsysteme, Abdichtungen sowie Boden und Fliesensysteme in Allplan Design2Cost vertreten. Diese ermöglichen den Planern mit zahlreichen Ausführungsvarianten die detaillierte Planung eines Bauvorhabens.

Einen besonderen Mehrwert bietet ein neues Feature, das 2017 vorgestellt wird: In Allplan wurden 2D-Detailzeichnungen integriert, die sich einfach in ein Zeichenprogramm importieren lassen.

 

 

Für weitere Fragen zum Thema BIM steht Ihnen gerne Maurice Bonfrere zur Verfügung:

maurice.bonfrere(at)sg-weber.de
0211 / 91 369-309