Aufnahme einer Fassade mit WDVS welche im Vordergrund von unscharfen Blätter eines Baumes umrahmt wird

Klimarechner: Wieviel Energie sparen Sie mit einem WDVS?

Der Klimarechner ist ein Online-Tool, das Ihnen hilft, das ökologische Einsparpotenzial von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) zu berechnen. Ermitteln Sie mit wenigen Angaben zu Ihrem Gebäude und Energieverbrauch, wie viel CO₂ Sie durch ein WDV-System einsparen können. Außerdem erfahren Sie, wie lange es ungefähr dauert, bis sich ein WDVS für das Klima lohnt.

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WDVS - Was bringt das?

Ein WDVS ist eine effektive Maßnahme, um den Energiebedarf und die Heizkosten Ihres Gebäudes zu senken. Durch ein WDVS wird die Wärme im Inneren besser gespeichert und der Wärmeverlust nach außen reduziert. Das bedeutet, dass Sie weniger Heizenergie benötigen, somit Geld sparen und gleichzeitig weniger CO₂ ausstoßen. Ein WDVS trägt also einerseits zum Klimaschutz bei, andererseits sparen Sie damit Geld und erhöhen Ihren Wohnkomfort. Aber wie viel tun Sie damit konkret für das Klima? Und wie lange dauert es, bis die Einsparung an CO₂ das bei der Herstellung erzeugte CO₂ übersteigt? Der Klimarechner gibt Ihnen Orientierung. 

Wie funktioniert der Klimarechner?

Der Klimarechner ist einfach und intuitiv zu bedienen. Führen Sie folgende Schritte durch:

  1. Geben Sie das Baujahr Ihres Hauses oder – falls bekannt - den U-Wert der Außenwand an
  2. Wählen Sie die Gebäude- sowie Heizungsart
  3. Wählen Sie Ihre Klimazone aus, um die Heizgradtage zu bestimmen
  4. Wählen Sie das gewünschte WDV-System

Der Klimarechner zeigt Ihnen, wie viel CO₂ Sie über die Lebensdauer des WDVS einsparen. Wir haben bei der Berechnung Mittelwerte für Energie und Dämmung zugrunde gelegt. So erhalten Sie einen guten Näherungswert für einen ersten Überblick. Die genauen Berechnungsgrundlagen finden Sie hier.

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Probieren Sie den Klimarechner aus!

Der Klimarechner ist ein kostenloser Service von Saint-Gobain Weber. Der Rechner gibt Ihnen einen Eindruck davon, wie Sie mit WDVS Ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen können. Testen Sie den Klimarechner, und erfahren Sie, was Sie mit einem WDVS konkret für die Umwelt tun!

Der Weber Klimarechner

Häufige Fragen zum Klimarechner

Der Gebäudesektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Energiewende, da sowohl der Primärenergiebedarf als auch die Treibhausgasemissionen in allen Arten von bestehenden Gebäuden und für unterschiedliche Baualtersklassen minimiert werden müssen.

Ein bedeutender Schritt in diesem Prozess ist die Dämmung der Gebäudehülle, um Wärmeverluste bestmöglich zu reduzieren. Um solche Maßnahmen umfassend zu bewerten, ist es wichtig, die Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Dämmstoffe zu berücksichtigen - von der Herstellung bis zum Rückbau.

Für eine ganzheitliche ökologische Bewertung werden alle relevanten Umweltauswirkungen ermittelt, die während des Lebenszyklus eines Dämmstoffs entstehen.

Eine gängige Methode ist die Ermittlung und Bewertung des Primärenergiebedarfs insgesamt sowie des Primärenergiebedarfs aus nicht erneuerbaren Ressourcen, bekannt als Graue Energie (nicht erneuerbar). Die Nutzung von Grauer Energie führt zur Freisetzung von Treibhausgasemissionen - den sogenannten Grauen Emissionen. Diese werden ebenfalls in die Ökobilanzierung einbezogen.

Durch die durchgeführten Ökobilanzierungen kann das Verhältnis zwischen dem Energieaufwand für Herstellung und Rückbau von Dämmmaßnahmen, und den erzielbaren Heizenergieeinsparungen veranschaulicht werden. Diese Analysen bieten Einblicke in die Effizienz und den langfristigen Nutzen verschiedener Dämmungsmaßnahmen im Verhältnis zu ihrem ökologischen Fußabdruck.

Es werden die Lebensphasen der Produktion der Vorprodukte, der Transport der Vorprodukte zum Werk, die eigene Produktion in unseren Werken und die Entsorgung in Betracht gezogen.

Die produktbezogenen Daten stammen aus den Umweltproduktdeklarationen (kurz EPD), die von Saint-Gobain Weber erstellt wurden und frei auf der Webseite verfügbar sind.

Diese Umweltproduktdeklarationen und die Berechnungstools zur Erstellung der EPDs wurden von einer unabhängigen Stelle, dem Institut Bauen und Umwelt, geprüft und verifiziert.

Die Erweiterung des Lebenszyklus umfasst die Nutzungsphase und basiert auf Informationen aus der ProBas-Datenbank des Umweltbundesamtes, sowie einem Modell zur Berechnung der eingesparten Heizenergie während dieser Phase. Anhand dieser Daten, und der Menge an eingesparter Heizenergie, wird die Gutschrift für die Nutzungsphase der Wärmedämmung ermittelt.

In diesem Modell werden die Heizenergieeinsparung und deren Beeinflussung durch verschiedene Faktoren berücksichtigt. Dabei beschränken wir uns auf das Klima, die Effektivität der Heizungsanlage und den wärmetechnischen Zustand der Fassade vor der Dämmung.

Das individuelle Heiz- und Lüftungsverhalten kann nicht direkt in Betracht gezogen werden, wird jedoch durch einen Sicherheitsaufschlag im Zusammenhang mit dem Klima berücksichtigt.

Für die Berücksichtigung des Faktors Klima wird der Parameter der Heizgradstunden herangezogen.

Es werden zwei Möglichkeiten zur Quantifizierung aufgezeigt. Die erste besteht darin, den deutschen Durchschnittswert von 66.000 (K*h)/a zu verwenden. Dieser Wert bezieht sich auf eine Heizgrenztemperatur von 10 °C und gilt üblicherweise für Neubauten, wobei er eine Nachtabschaltung der Heizung berücksichtigt. Zur Vereinfachung des Modells wird dieser Wert auch für den Ausgangszustand verwendet.

Die zweite Methode beinhaltet die Verwendung von Klimaregionen zur präziseren Abschätzung des Wertes. Hierfür wurde die Einteilung gemäß DIN V 4108-6 genutzt, welches Deutschland in 15 Referenzregionen unterteilt. Diese Regionen wurden dann mithilfe der Klimadaten vom Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU) charakterisiert. Dabei wurden die enthaltenen Wetterstationen den Referenzregionen zugeordnet, und anschließend wurden Durchschnittswerte für jede Referenzregion gebildet. Diese Werte werden mit dem Faktor 0,95 multipliziert, um eine Nachtabschaltung zu berücksichtigen.

Der Jahresnutzungsgrad wird für die Effektivität der Heizungsanlage als ein Parameter genutzt, der es ermöglicht, von der Nutzenergie auf die Endenergie zu schließen.

Für das Modell, das in diesem Klimarechner verwendet wird, wird lediglich der Jahresnutzungsgrad für die Wärmebereitstellung benötigt. Dabei werden Verluste bei der Wärmeverteilung vernachlässigt, da die Wärme innerhalb des Haus-Systems bleibt, und nicht verloren geht. 

Die Erzeugeraufwandszahlen stellen den Kehrwert des Jahresnutzungsgrades dar, und können den Dokumentationsquellen entnommen werden. Sie werden durch die verschiedenen Brennstoffe, Heizungsarten, Baualtersklassen und der Anzahl der Wohnungen im Gebäude bestimmt. Durch die Angabe dieser kann der Jahresnutzungsgrad abgeschätzt werden. Die Warmwasserbereitstellung ist in diesem Fall nicht von Relevanz, da hier ausschließlich der Heizenergiebedarf betrachtet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, den Wert des Jahresnutzungsgrads frei einzugeben, wenn dieser bekannt ist.

Um den Einfluss des Faktor Haus auf die Berechnung der CO₂-Amortisation abzuschätzen, wird der Wärmedurchgangskoeffizient der Fassade im Ausgangszustand (U-Wert) herangezogen. Allerdings erfolgt eine grobe Kategorisierung des U-Werts, weshalb es stets empfehlenswert ist, den tatsächlichen U-Wert der Fassade präzise zu bestimmen. Der U-Wert variiert je nach Baujahr und ob es sich um ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus handelt.

Um die Einsparungen an Heizenergie durch eine Dämmmaßnahme zu berechnen, und daraus resultierende Reduzierungen der Treibhausgasemissionen zu ermitteln, wird ein vereinfachter Ansatz verwendet. Dieser berücksichtigt ausschließlich die Transmissionswärmeverluste ∆U, ohne Rücksicht auf Lüftungswärmeverluste sowie interne oder solare Gewinne.

Die folgende Formel ermöglicht die Berechnung der Heizenergieeinsparungen pro Quadratmeter der betreffenden Fassade. Durch die Verwendung von Heizgradstunden (H) wird berücksichtigt, dass eine Dämmmaßnahme typischerweise zu einer Erhöhung der Raumtemperatur und der Heizgrenztemperatur führt, sowie die Heizperiode verkürzen kann.

𝑄𝐻𝑒𝑖𝑧 = (∆𝑈 ∗ 𝐻) / 𝐽

Um diese Einsparungen in Treibhausgasemissionen umzurechnen, ist der verwendete Energieträger für die Beheizung entscheidend. Die Heizenergieeinsparungen werden daher mit den entsprechenden Faktoren multipliziert. Dabei ist ebenfalls der Wirkungsgrad der Heizungsanlage oder die Jahresarbeitszahl (J) der Wärmpumpe zu berücksichtigen.

Die Zeitspanne, bis die aufgewendete Primärenergie für die Erstellung der Dämmschicht durch die dadurch erzielten Einsparungen wieder ausgeglichen ist, wird als Amortisationszeit bezeichnet. Gleiches gilt für die Treibhausgasemissionen. Diese Amortisationszeiten sind auf eine Nutzungsdauer von 40 Jahren bezogen. Dabei wurden für die Aufwendungen die Medianwerte der verschiedenen Dämmstoffe verwendet.

Im Allgemeinen werden die Amortisationszeiten mit zunehmender energetischer Qualität des bestehenden Gebäudes etwas länger. Die ermittelten Amortisationszeiten variieren dabei für die drei betrachteten Umweltindikatoren für den jeweiligen Energieträger kaum. Eine Ausnahme bilden jedoch auch hier die Holzpellets. Bei regenerativen Energiequellen mit geringem Anteil an nicht erneuerbaren Ressourcen und Treibhausgasemissionen sind längere Zeitspannen zur Amortisation der Dämmmaßnahme erforderlich.

Zur Veranschaulichung der CO₂-Einsparungen haben wir uns dazu entschieden das eingesparte CO₂-Äquivalent auch in der Anzahl an Bäumen auszugeben, die dazu nötig wäre dieselbe Menge CO₂ zu binden. Bäume haben aber äußerst unterschiedliche Potentiale CO₂ zu binden.

Um präzisere Angaben zur CO₂-Aufnahme und -Speicherung von Bäumen im Laufe der Zeit zu machen, haben wir beschlossen, die Buche als Referenzbaum zu verwenden. Die Buche weist eine durchschnittliche CO₂-Aufnahme von 12,4 Kilogramm auf, was als mittlerer Wert betrachtet werden kann.

Die Genauigkeit der Ergebnisse ist natürlich begrenzt, da:

  • gemittelte Klimadaten verwendet wurden,
  • der gesamte energetische Zustand des Gebäudes ebenfalls in einem ähnlichen modernen Zustand sein muss, damit nicht die gesamte Wärme verloren geht,
  • das Heiz- und Lüftungsverhalten variieren kann,
  • die Produktverbräuche von den von uns verwendeten abweichen können,
  • die Kategorien, für die Abschätzungen getroffen wurden, in Ausnahmefällen möglicherweise nicht zutreffen können.

Dies sind einige der Faktoren, die die Genauigkeit und Anwendbarkeit der Ergebnisse beeinflussen können, da sie auf Annahmen, Durchschnittswerten und möglichen Abweichungen basieren.