Verfahren zur Oberflächenvorbereitung von Fußböden

Der optimale Verbund von Estrichen, Spachtelmassen und Beschichtungen basiert auf einer sorgfältigen Untergrundvorbereitung. Je nach Art der vorgefundenen Untergründe, der geplanten Abtragstiefe und der anschließenden Nutzung wird das Verfahren zur Oberflächenvorbereitung gewählt. Für befahrene Flächen z.B. in der Industrie werden in der Regel Oberflächenzugfestigkeiten von > 1,5 N/mm² gefordert. Im Wohn- und Gewerbebereich sind abhängig vom Oberbelag in der Regel Werte > 1,0 N/mm² ausreichend, bei Parkett sind ggf. höhere Werte erforderlich. Sonderverfahren wie Flammstrahlen oder Höchstdruckwasserstrahlen werden hier nicht näher behandelt.

Einfach & sicher zum Ziel

  1. Bodenfläche abkehren

    1. Bei Trenn-oder Dämmlagenkonstruktionen genügt es die Bodenoberfläche grob mit dem Besen zu reinigen. Hervorstehende Mörtelreste sind vorab durch Abklopfen zu entfernen. Der tragfähige Boden muss so eben sein, dass ein Estrich in gleichmäßiger Schichtdicke aufgebracht werden kann. Ansonsten kann vorab mit weber.floor 4515 oder 4520 ausgeglichen werden. 

  2. Oberfläche anschleifen

    2. Ein Reinigungsschliff ist zwingend vor jeder Belagsverklebung auf allen Estrichen erforderlich. Estrichoberfläche vor den Belagsarbeiten in einem Arbeitsgang mit einer Bodenleger-Tellerschleifmaschine und geeignetem Schleifpapier (z.B. 16-er Korn) anschleifen. Glasierte Fliesen und alte EP-Beschichtungen mit feiner Körnung anschleifen, Wachse und Öle zuvor durch Grundreingung entfernen.
  3. Oberfläche abschleifen

    3. Zum Abtrag größerer Schichten im Milimeterbereich, z.B. Sinterschichten auf Estrichen oder alte Spachtelmassen wird Diamantschleifen eingesetzt. Calciumsulfat-Fließestriche sollten durch Schleifen vorbereitet werden. Kugelstrahlen kann zu einer Reduzierung der Oberflächenzugfestigkeit führen.
  4. Kugelstrahlen

    4. Kugelstrahlen ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren zur wirtschaftlichen Vorbereitung großer Bodenflächen. Durch ein Schleuderrad wird Stahlgranulat auf die Beton-oder Estrichoberfläche geschossen. Das nahezu staubfreie Verfahren erzeugt eine feinraue Oberfläche bei einer Abtragstiefe von ca. 1 mm.
  5. Abtrag durch Fräsen

    5. Fräsen ist der größte Eingriff in die Bausubstanz. Der Schichtenabtrag im Zentimeterbereich ist mit Lärm, Erschütterungen, Staub und Gefügestörungen verbunden. Nach dem Fräsen ist die Oberfläche grundsätzlich nochmals kugelzustrahlen.
  6. Staub absaugen

    6. Nach Durchführung aller Maßnahmen zur Oberflächenvorbereitung ist unmittelbar vor den weiteren Arbeitsschritten die Oberfläche intensiv mit einem Industriestaubsauger zu reinigen.