Artenvielfalt schützen

Moderne Bauprodukte basieren häufig auf komplexen Rezepturen und enthalten Dutzende verschiedener Inhaltsstoffe. Sie beeinflussen beispielsweise die Geschmeidigkeit, die Trocknungszeit und andere erwünschte Eigenschaften, aber nicht alle davon sind auch gut für Gesundheit und Umwelt.

Beispielsweise war es jahrzehntelang und auch heute noch in der Baustoffindustrie gängige Praxis, Fassadenputzen filmbildende Biozide hinzuzufügen, um Algen- und Pilzbewuchs an Hauswänden abzutöten. Dies funktioniert kurzfristig, doch die wasserlöslichen Biozide werden von Tau und Regen aus dem Putz ausgewaschen und gelangen ins umliegende Erdreich und ins Grundwasser. Dort töten sie nicht nur Algen- und Pilzsporen, sondern auch Mikroorganismen im Wasser, auf denen viele Nahrungsketten aufbauen. Einige der Biozide wie etwa Terbutryn stehen zudem im Verdacht, krebserregend zu sein.

Weber hat bereits 2011 die AquaBalance-Putze als biozidfreie Alternativen auf den Markt gebracht. Dafür erhielten wir 2013 den Innovationspreis Klima und Umwelt. Seit 2019 bieten wir freiwillig ausschließlich Putze ohne Biozide zum Algenschutz an. Dadurch haben wir der Umwelt bereits über 82 Tonnen an Bioziden erspart. Nur zum Vergleich: das entspricht etwa 410 mit Bioziden gefüllten Badewannen.

Aktuell arbeiten wir intensiv daran, hochwertige Alternativen zu Titandioxid in mineralischen Putzen zu entwickeln. Dieser Stoff wird in der Baubranche als Weißpigment eingesetzt wird, steht aber in sehr kleinen Partikeln in Verdacht, krebserregend zu sein.

Unser Anspruch ist es, wie bei unseren AquaBalance-Putzen in Bezug auf Umwelt- und Gesundheitsschutz unserer Produkte deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinauszugehen.

Weber Nachhaltigkeits-Anstrengungen