Wie repariert man einen Betonboden?

Nahaufnahme eines sanierungsbedürftigen Betonbodens mit freigelegten Kabeln

Ein Boden aus Beton ist robust und langlebig. Daher fällt bei Garagen, Parkhäusern und Industrieflächen häufig die Wahl auf diesen Baustoff. Im Laufe der Zeit kann es allerdings selbst bei Betonböden zu kleineren oder größeren Schäden kommen, die eine Ausbesserung erfordern. Wir erklären, wie das am besten funktioniert.

Kapitelüberschrift

1. Wann braucht ein Betonboden eine Sanierung?

2. Welches Material eignet sich für die Reparatur eines Betonbodens?

3. Was ist bei der Vorbereitung zu beachten?

4. Wie läuft die Verarbeitung?

5. Fazit

1. Wann braucht ein Betonboden eine Sanierung?

Wenn der Boden aus Beton Löcher, Risse oder abgeplatzte Stellen aufweist, sollte er ausgebessert werden. Eine schnelle Reparatur verhindert weitere Schäden durch Feuchtigkeitseintritt und in der Folge Korrosions- und Frostschäden. Sobald Korrosionsschäden an der Stahlbewehrung auftreten, ist die Statik des Gebäudes in Gefahr. 

Schadensursache klären

Betonschäden sollten stets vom Fachmann untersucht und saniert werden. 

Er stellt zunächst die Schadensursache und das Schadensausmaß fest. Dazu gehört auch die Prüfung des Korrosionszustandes, Chloridgehalts und Festigkeit des Betons.

Durch Witterungseinflüsse, chemische Prozesse und Beanspruchung werden Betondecken im Laufe der Zeit geschädigt. Der Bewehrungsstahl im Beton ist dann nicht mehr ausreichend geschützt. Neben konstruktiven Mängeln begünstigen auch mangelhafte Wartung und Instandhaltung Korrosionsschäden.

Beispiel Parkhaus und Tiefgarage

In Parkhäusern und Tiefgaragen sind die häufigsten Schäden bei Stahlbetonböden auf Korrosion zurückzuführen. Diese wird meist durch Karbonatisierung ausgelöst. Davon spricht man, wenn Kohlendioxid aus der Luft im Laufe der Jahre den Beton verändert und den natürlichen Korrosionsschutz aufhebt. Eine weitere Ursache sind eingebrachte Chloride. Dabei wandern von Autoreifen eingetragene Salze über Risse in die Bodenkonstruktion und an die Bewehrung.

Aus was besteht Beton?

Um Beton herzustellen, werden Zement, Wasser und Gesteinskörnungen gemischt. Beim Trocknen verbinden sich die einzelnen Bestandteile durch chemische Prozesse, so dass das Endprodukt „Beton“ eine hohe Druckfestigkeit erhält.

2. Welches Material eignet sich für die Reparatur eines Betonbodens?

Um Betonuntergründe fachgerecht instand zu setzen, greifen Profis zu Betonersatzmörteln. Der einzigartige pump- und fließfähige Betonersatzmörtel weber.floor 4640 Outdoor RepFlow kann im statisch relevanten Außen- wie im Innenbereich zum Einsatz kommen, da er beständig gegen Frost und Tausalz ist. Das heißt, er kann sowohl in Tiefgaragen, Lagerhallen, Produktionsflächen als auch auf Hofflächen und Brücken verwendet werden. Er ist nach DIN EN 1504-3 in die höchste Klasse R4 eingruppiert, erfüllt die Anforderungen der TR Instandhaltung und ist bei mittleren Belastungen sogar direkt nutzbar. 

Große Flächen

Ein großer Vorteil des Betonersatzmörtels weber.floor 4640 Outdoor RepFlow ist seine Verarbeitung. Er lässt sich mit moderner Pumptechnik einfach herstellen und schnell an den Zielort pumpen, sodass auch große Flächen in wenigen Stunden eingebracht werden können. 

Kleine Reparaturen 

Auch für kleinere Renovierungsprojekte zu Hause, wie z. B. Hofeinfahrten oder Garagenböden, eignet sich der neue Betonersatz. Dabei wird das Material einfach per Hand angerührt und entsprechend auf die beschädigten, gut vorbereiteten Stellen aufgebracht. Auf diese Weise lassen sich Unebenheiten im Nu ausbessern und Löcher sowie Risse füllen.

3. Was ist bei der Vorbereitung zu beachten?

Für ein perfektes Ergebnis ist die sachgemäße Untergrundvorbereitung entscheidend. Bei großen Flächen müssen die Schadstellen zunächst abgetragen bzw. abgefräst werden. Je nachdem, wie stark der Betonboden durch Chloride oder Korrosion geschädigt ist, muss er entsprechend tief abgetragen werden, sodass das Größtkorn (das Größte in der Gesteinskörnung enthaltene Korn) des Altbetons freigelegt ist. Die freigelegte Fläche gilt es im nächsten Schritt gründlich zu reinigen. Anschließend ist angegriffener Bewehrungsstahl vom Rost zu befreien und mit Korrosionsschutz zu versehen. Bei kleineren Schädigungen in Hofeinfahrten kann es unter Umständen auch reichen, wenn die Schadstelle mit geeigneten Maßnahmen (z.B. Herausstemmen kleinflächiger, stark geschädigter Bereiche, Absaugen loser Reste und Druckwasserstrahlen) so gut gereinigt wird, dass die Schadstellen sauber und bis zum Größtkorn freigelegt sind. Eine Abtragung größerer Bereiche ist hier nicht unbedingt notwendig. Zur Verbesserung des Haftverbundes und zur Optimierung des Saugverhaltens zwischen Untergrund und Betonersatzmörtel ist in beiden Fällen das Aufbringen einer Haftgrundierung unabdingbar.

4. Wie läuft die Verarbeitung?

Zunächst wird der Betonersatzmörtel angemischt. Bei der konventionellen Methode muss die Sackware zunächst an den Einsatzort gebracht und dann händisch nach und nach mit Wasser angerührt werden. Anschließend bringen Fachkräfte das Material kniend ein. Das ist insbesondere bei großen Flächen sehr mühsam und zeitintensiv.

Schnellerer Einbau mit mobilem Silo

Wesentlich praktischer und einfacher ist es, bei größeren Flächen den Ersatzmörtel vor Ort in einem mobilen Silo oder einem MixMobil mit moderner Maschinentechnik anzumischen und direkt an den Einsatzort zu pumpen. Auf diese Weise lassen sich per Schlauch acht bis zwölf Tonnen Material pro Stunde verarbeiten. Die Sanierung von über tausend Quadratmetern pro Tag ist somit problemlos machbar. Das verkürzt kritische Abläufe auf der Baustelle erheblich.

Stehend einbringen

Wie läuft das genau ab? Verarbeiter bringen den gepumpten Ersatzmörtel komfortabel im Stehen am Zielort ein. Die Schichtdicke hängt von der Tiefe der jeweiligen Schadstellen ab. Nach dem Ausgießen bearbeiten die Fachkräfte den Betonersatzmörtel nur noch mit einer Schwabbelstange, um den Einschluss von Luftblasen zu vermeiden und den Boden zu ebnen.

5. Fazit

Die Renovierung eines schadhaften Betonbodens mithilfe eines pump- und fließfähigen Ersatzmörtels ist äußerst effizient. Sie spart insbesondere bei großen Flächen viel Zeit und Personal – je nach Fläche bis zu 90%. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein wichtiger Aspekt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nutzung des Sanierungsbereichs aufgrund der schnellen Methode nur kurze Zeit unterbrochen wird.