Fassaden seltener reinigen: Tipps für Putzfassaden ohne Algen

Nahaufnahme einer Fassade, wo man auf der rechten Seite den AquaBalance Putz aus der Nähe sieht und auf der linken Seite ein Fenster, in dem sich Wasser spiegelt

Viele Menschen kennen das: Die schöne neue Putzfassade strahlt in blendendem Weiß oder einer anderen frischen Farbe - Stolz und Augenweide der Hausbesitzer. Doch bereits nach kurzer Zeit geht dies in ein hässliches Grau-Grün über. Der Grund: Algen und Pilze besiedeln die Putzfassade. Dies führt zwar nur in sehr seltenen Fällen zu Schäden an der Bausubstanz, aber es lässt das Gebäude schnell unansehnlich und ungepflegt aussehen und mindert dadurch auch den Wert einer Immobilie. Eine professionelle Fassadenreinigung mit Hochdruck-Wasserstrahl schafft zwar kurzfristig Abhilfe, doch schon nach wenigen Monaten kehrt der Algenbewuchs zurück.

In diesem Blogbeitrag beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Algenbewuchs auf Fassaden und geben einige Tipps, wie Sie die Abstände zwischen Fassadenreinigungen verlängern können.

Kapitelübersicht

1. Warum bilden sich Algen auf Fassaden?

2. Was hat Wärmedämmung mit Algenbewuchs zu tun?

3. Wie kann man Algenbewuchs verhindern?

4. Was ist AquaBalance und wie hilft es gegen Algenbewuchs?

5. Ist AquaBalance sicher für die Umwelt?

6. Muss ich meine Fassade neu verputzen, um den AquaBalance Effekt zu nutzen?

7. Fazit

1. Warum bilden sich Algen auf Fassaden?

Algen und Pilze können sich bei ausreichender Feuchtigkeit auf nahezu jedem Untergrund ansiedeln, einen absoluten Schutz dagegen gibt es nicht. Die Sporen und Mikroorganismen, die für den Algenbewuchs verantwortlich sind, werden vom Wind weitergetragen und breiten sich dort aus, wo sie günstige Wachstumsbedingungen vorfinden. Sie lieben insbesondere feuchte und kühle Flächen. Das Vorhandensein von organischen Substanzen wie Pollen oder Staub fördert ebenfalls das Wachstum, daher ist die leicht raue Oberfläche von Putz- oder auch Holzfassaden, an denen sich Staub absetzen kann, häufig von Algenbewuchs betroffen.

Faktoren, die Algenbewuchs an Fassaden begünstigen, sind zum Beispiel:

  • Bäume oder Sträucher nahe an der Fassade
  • Ausrichtung zur Wetterseite (Norden/ Nordwesten)
  • Fehlender Dachüberstand
  • Wärmedämmung auf Fassaden
  • Dünnschichtiger Putz

2. Was hat Wärmedämmung mit Algenbewuchs zu tun?

Ein Wärmedämm-Verbundsystem hat die Aufgabe, die Wärme im Haus zu halten und möglichst wenig davon nach außen abzugeben. Dadurch ist eine gedämmte Fassade an der Oberfläche kühler als eine ungedämmte. Auf kühleren Oberflächen bleibt Feuchtigkeit, zum Beispiel in Form von Tautropfen, länger stehen, da sie nicht abtrocknen. Und feuchte, kühle Oberflächen sind genau das, was Algen und Pilze lieben. Es ist also tatsächlich so, dass Algen auf den Fassaden gut gedämmter Häuser besser gedeihen. Dem lässt sich mit einem dickschichtigen Putzsystem auf dem WDVS entgegenwirken. Dickschichtige Putzsysteme von 20 – 30 Millimetern speichern die Sonnenwärme besser als dünnschichtige (ca. 1-3 Millimeter). Dadurch trocknen sie schneller ab und sind für Algen und Pilze eine ungemütliche Umgebung.

3. Wie kann man Algenbewuchs verhindern?

Algenbewuchs kann nicht komplett verhindert werden, aber deutlich gefördert oder gehindert. Man kann dazu entweder bauliche Maßnahmen ergreifen zum Beispiel einen ausreichenden Dachüberstand sicherstellen. Dieser schützt die Fassade vor Schlagregen, somit vor Feuchtigkeit und damit auch vor Algenwachstum. Auch eine einfache Fassadenreinigung mit Wasser kann hilfreich sein, damit sich kein Staub ansammelt, der Algen und Pilzen einen Nährboden bietet.

Häufig wird zu chemischen Zusätzen gegriffen, so genannten Bioziden. Diese Stoffe werden vielen Fassadenputzen zugesetzt. Sie wirken nicht vorbeugend, sondern bilden eine so genannte Filmkonservierung auf der Fassade, die die vorhandenen Algen- und Pilzsporen abtötet. Damit wird zwar das Ziel einer algenfreien Fassade erreicht, allerdings nur kurzfristig und zu einem hohen Preis. Denn die wasserlöslichen Biozide werden innerhalb weniger Monate von Tau und Regen aus dem Putz ausgewaschen. Damit verliert die Fassade ihren Schutz und wird nach kurzer Zeit wieder von Algen besiedelt. Die Biozide gelangen mit dem Regen ins umliegende Erdreich und in Bäche und Gewässer. Dort töten sie nicht nur Algen - und Pilzsporen, sondern auch Mikroorganismen im Wasser, auf denen viele Nahrungsketten aufbauen. Einige der Biozide wie etwa Terbutryn stehen zudem im Verdacht, krebserregend zu sein.

4. Was ist AquaBalance und wie hilft es gegen Algenbewuchs?

Die hydrophilen, also wasserfreundlichen AquaBalance-Fassadenputze verzichten auf eine biozide Filmkonservierung. Sie vergrößern die Oberfläche der Wassertropfen um ein Vielfaches, so dass diese schneller verdunsten (Löschblatt-Effekt). Gleichzeitig wird Feuchtigkeit vorübergehend in feinste Kapillarporen des Oberputzes aufgenommen und bei sinkender Luftfeuchtigkeit wieder nach außen abgegeben. Die Putzoberfläche trocknet schneller ab, Algen und Pilzen wird die Feuchtigkeit und damit der Nährboden entzogen.

Da dies auf einem physikalischen Wirkprinzip beruht, das sich nicht nicht "abnützt", bleiben Fassaden deutlich länger algenfrei. Die Intervalle zwischen Fassadenreinigungen oder -renovierungen verlängern sich spürbar - für Hausbesitzer auch ein klarer wirtschaftlicher Vorteil

5. Ist AquaBalance sicher für die Umwelt?

AquaBalance-Putze schützen nicht durch chemische Zusätze, sondern auf Basis physikalischer Wirkprinzipien und sind daher ökologisch besonders vorteilhaft. Saint-Gobain Weber hat bereits 2011 die AquaBalance-Putze als biozidfreie Alternativen auf den Markt gebracht. Seit 2019 bietet das Unternehmen freiwillig ausschließlich Putze ohne Biozide zum Algenschutz an. Dadurch hat es der Umwelt bereits rund 100 Tonnen an reinen Bioziden erspart. Zum Vergleich: Das entspricht etwa 500 mit Bioziden gefüllten Badewannen.

6. Muss ich meine Fassade neu verputzen, um den AquaBalance-Effekt zu nutzen?

Seit einigen Jahren gibt es auch die Möglichkeit, die Fassade zu streichen, statt sie neu zu verputzen. Dafür wurde das AquaBalance-Wirkprinzip auf einen verarbeitungsfertigen Renovierungsanstrich übertragen. weber.ton reno AquaBalance ermöglicht es, daher den AquaBalance-Effekt auch in der Renovierung zu nutzen. Die Fassade sollte zunächst mit einer professionellen Fassadenreinigung von akutem Algenbefall befreit werden, danach erfolgt ein Anstrich mit Rolle oder Pinsel in zwei Schichten. Der Renovierungsanstrich kann auf beliebigen Putzen oder Anstrichen eingesetzt werden und ist in allen gängigen Farbtönen erhältlich. Auch weber.ton reno AquaBalance kommt ohne die sonst üblichen, umweltschädlichen Biozide zum Algenschutz aus. So wird das Grün auf der Fassade beseitigt, ohne dass das Grün im Garten leidet.

7. Fazit

Algenbewuchs auf Fassaden beeinträchtigt massiv das Erscheinungsbild eines Gebäudes und mindert dessen Wert. Algen und Pilze siedeln sich bevorzugt auf kühlen und feuchten Fassaden an. Der Einsatz von Bioziden im Putz tötet Algen zwar kurzfristig ab, führt aber mittelfristig zu häufigeren Fassadenreinigungen und ist zudem umwelt- und gesundheitsschädigend. Sowohl durch die Beachtung von baulichen Maßnahmen, als auch durch den Einsatz von Technologien wie AquaBalance in Putzen oder Renovierungsanstrichen schützen Sie dagegen Ihr Putzfassade langfristig vor lästigem Algen- und Pilzbewuchs, ohne die Umwelt mit Bioziden zu schädigen.