Fachgerechte Ausführung eines soliden Anschlusses an ein Fenster- oder Türelement

Die Ausbildung von Putzanschlüssen an Fenstern und Türen werden immer komplexer. Gestiegene Anforderungen an die Gebäudedichtheit und den Wärmeschutz erfordert veränderte Konstruktionen an Gebäudeöffnungen, z. B. Fensterdichtbänder und vorgesetze Fensterkonstruktionen.

Einfach & sicher zum Ziel

  1. 1.

    Fenster- und Türelemente auf kraftschlüssigen Einbau prüfen (siehe RAL-Leitfaden zur Montage).

  2. 2. Klebeprobe durchführen

    Vor dem Einsatz von Klebeprofilen ist eine Klebeprobe durchzuführen. Eine Fotodokumentation wird empfohlen. Dazu an einer verdeckten Stelle mit einem trockenen und sauberen Tuch (ohne Reinigungsmittel) reinigen. Der Untergrund muss eben, trocken und staubfrei sein. Haftmindernde Rückstände sind zu entfernen. Die Lufttemperatur muss zwischen +5 °C und +40 °C liegen.

  3. Ein kurzes Stück (ca. 10 cm) des Profils abschneiden, Schutzpapier abziehen und das Profilstück fest andrücken und 10 Minuten warten.

  4. Dann das Profil kraftvoll vom Untergrund wegziehen.

  5. Das Dichtband muss zum Einen komplett am Profil und zum Anderen komplett am Untergrund haften bleiben (durchgängiger Schaumbruch). Somit ist der Untergrund für eine Verklebung geeignet.

  6. Falls dies nicht der Fall ist, müssen komplett entkoppelte Anputzprofile mit PUR-Dichtband eingesetzt werden.

  7. 3.

    Blendrahmen der Fenster- und Türelemente von haftmindernden Rückständen befreien und trocken reiben.

  8. 4.

    Anputzprofile mit Auflagenschere zuschneiden, ggf. erforderliche Aussparungen vorsehen. An den Profilenden die Schutzlasche jeweils 5 cm einreißen.

  9. 5.

    Zum Aufkleben des Profils, Schutzband des PE-Dichtbandes abziehen. Profil durch leichtes Andrücken am Element positionieren. Anschließend wird das Anputzprofil ausgerichtet und über die Gesamtlänge fest angedrückt.

  10. 6.

    Schutzpapier der Schutzlasche abziehen. Bauseitige Schutzfolie auf das Klebeband der Schutzlasche aufdrücken. Die Schutzfolie sollte mindestens 0,06 mm dick sein.

  11. 7.

    Putzschichten entsprechend den Abzugskanten am Profil auftragen.

  12. 8.

    Nach Fertigstellung aller Arbeiten bauseitige Folie vorsichtig nach vorne abziehen.

  13. 9.

    Schutzlasche einmal auf der ganzen Länge nach vorne knicken, am gerissenen Ende (siehe Abb. 4) anfassen und nach vorne vom Profil abziehen.

  14. 10.

    Bei nicht schlagregendichter Ausführung der Fensterbank ist eine zweite Dichtungsbene mit dem weber.therm Sol-Pad und weber.tec Superflex D 2 vorzusehen. Die Fensterbänke und die Fensterbankköpfe sind umlaufend in Fugendichtband einzufassen.

  15. 11.

    Nach Auftrag des Oberputzes wird die Alufensterbank mit weber.therm Klebedichtstoff ST-Polymer eingebaut. Natursteinfensterbänke werden mit weber.xerm 844 verlegt.

Eckausbildung

Stoßverbindung

Verarbeitungszeit

Profile ohne PUR-Band:

Schutzlasche der senkrechten Profile ausklinken und Profil über die gesamte Länge verkleben. Querprofil kantenbündig ablängen und einpassen. Bei Scharnieren einfach Schutzlasche einschneiden und umknicken.

Profile ohne PUR-Band:

Wenn die erforderliche Profillänge nicht verfügbar ist, kann im oberen Drittel des Bauteils 1 Stoß hergestellt werden. Dabei die Profile stumpf aneinander stoßen (die Teleskop-Profile werden im Stoßbereich überlappend verbunden).

Profile mit einer Gewebefahne sind nach dem Setzen am Bauteil zeitnah einzuspachteln und bis dahin vor Witterungseinflüssen wie z.B. Wind, Sonne) zu schützen.

Profile mit PUR-Band:

Profile müssen auf Gehrung geschnitten werden. Durch das eingestauchte PUR-Band erfolgt die Abdichtung somit im Eckbereich.

Profile mit PUR-Band:

Wenn die erforderliche Profillänge nicht verfügbar ist, kann im oberen Drittel des Bauteils 1 Stoß hergestellt werden. Dabei die Profile stumpf aneinander stoßen. Das überstehende PUR-Band dichtet den Stoß ab.