Nahaufnahme eines Säulensockels in einer Tiefgarage, der mit dem Oberflächenschutzsystem OS 5b abgedichtet wurde

Oberflächenschutzsystem OS 5b

Sicherer Betonschutz am Sockel

Extreme Belastungen durch Spritzwasser und Salz

Parkdecks und Tiefgaragen

Auf Parkdecks oder in Tiefgaragen sind die Betonbauteile extremen Belastungen durch Spritzwasser und aggressive Salzen ausgesetzt. Ohne ausreichenden Schutz der Betonkonstruktion, insbesondere im Sockelbereich, würde die Kombination aus CO₂-/Feuchte- und Salzbelastung die Betonkonstruktion stark schädigen. Beton- und Bewehrungskorrosion sowie Abplatzungen führen dauerhaft zu einer Beeinträchtigung der Standsicherheit des Bauwerks.

Durch den fachgerechten Auftrag von sogenannten Oberflächenschutzsystemen werden die Betonbauteile dauerhaft vor den extremen Schadensbelastungen geschützt und somit teure und aufwendige Sanierungsarbeiten vermieden. Für den nicht begeh- und befahrbaren Bereich des Wandsockels werden hochleistungsfähige Oberflächenschutzsysteme der Klasse "OS 5b" eingesetzt. Dabei handelt es sich um Kombinationen aus Polymer- und Pulvermischungen.

Gruppe aus Produktverpackungen des weber.tec Superflex OS 5b, weber.rep KB duo, weber.rep R4 duo und weber.tec 771

Regelwerke beschreiben Leistungsanforderungen und Ausführung

  • Europäische DIN EN 1504-2 "Produkte und Systeme für den Schutz und die Instandsetzung von Betontragwerken, Teil 2: Oberflächenschutzsysteme für Beton"
  • TR Instandhaltung: "Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken"

Schutz von Betonbauteilen und Sockelabdichtung in Einem

weber.tec Superflex OS 5b

Feuchte- und salzbelastete Betonflächen sind grundsätzlich mit entsprechendem Oberflächenschutzsystem gemäß DIN EN 1504-2 zu schützen. Bewitterte Sockel müssen zum Schutz vor Feuchte abgedichtet werden. Mit weber.tec Superflex OS 5b ist es gelungen, beide Anwendungen mit nur einem Produkt abzudecken. Das System erfüllt alle Prüfanforderungen und verfügt über den Nachweis als OS 5b System sowie das AbP als Abdichtung nach PG FPD.

Das Material ist hochflexibel und rissüberbrückend. Es bindet schnell und reaktiv ab, ist bereits nach 24 Stunden druckwasserdicht und lässt sich problemlos spritzen sowie überputzen bzw. überstreichen.

weber.tec Superflex OS 5b ist mit dem EMICODE-Siegel EC1 Plus als sehr emissionsarm gekennzeichnet.

Handwerker verarbeitet weber.tec Superflex OS 5b am Übergang von der Betonsohle zur Betonwand

Anwendungsgebiet

  • Chlorid- und Carbonatisierungsschutz von Betonbauteilen für Neubau und Sanierung
  • Tiefgaragen, Parkdecks, sonstige spritzwasser- und salzbelastete Bauteile
  • Zur flexiblen Abdichtung von Sockelbereichen

Produktvorteile

  • Kälteflexibel bis -20 °C
  • Frost- / tausalzbeständig
  • Schnellabbindend & druckwasserdicht

Systemaufbau

  1. Betonsohle
  2. Betonwand
  3. Kehlmörtel weber.rep duo
  4. OS 8-Beschichtungssystem weber.floor 4610
  5. Kratzspachtelung weber.tec Superflex OS 5b
  6. Erste Lage Beschichtung weber.tec Superflex OS 5b
  7. Zweite Lage Beschichtung weber.tec Superflex OS 5b
  8. Oberflächenschutzanstrich weber.tec 771 - OS2/OS4

Häufige Fragen zu OS Beschichtungssystemen

OS Beschichtungssysteme sind Oberflächenschutzsysteme, die dem Schutz von Oberflächen, insbesondere von Betonbauwerken, vor schädlcihen äußeren Einflüssen wie Witterung, chemischen Substanzen und mechanischer Beanspruchung dienen. Die Beschichtungen dienen dazu, das Eindringen von Wasser, chemischen Verbindungen, Gasen, Mikroorganismen und anderen schädlichen Elementen in den Beton zu verhindern oder zu reduzieren. Dies trägt zur Verlängerung der Lebensdauer der Betonteile bei und minimiert potenzielle Schäden.

Die verschiedenen OS Beschichtungssysteme sind definiert durch ihre spezifischen Eigenschaften, Anwendungsbereiche und Fähigkeiten, wie beispielsweise Rissüberbrückungsfähigkeit, Dichtheit, Verschleißfestigkeit und mehr. Diese Beschichtungssysteme bieten unterschiedliche Schutzstufen und werden je nach den Anforderungen des Bauwerks und der Umgebung ausgewählt, um eine optimale Schutzfunktion zu gewährleisten.

Die verschiedenen Nummern bei den OS Beschichtungssystemen in der Technischen Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung) dienen der Klassifizierung und Unterschidung der verschiedenen Arten von Beschichtungen. Sie ermöglichen es, die Eigenschaften, Anwendungsbereiche und Leistungsfähigkeiten der Beschichtungen zu identifizieren. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der Bedeutung einiger dieser Nummern:

  • OS 2: Beschichtung ohne Kratz- oder Ausgleichsspachtelung für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen.
  • OS 4: Beschichtung mit erhöhter Dichtheit und Kratz- oder Ausgleichsspachtelung für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen.
  • OS 5a: Beschichtung mit geringer Rissüberbrückungsfähigkeit (Polymerdispersion= für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen.
  • OS 5b: Beschichtung mit geringer Rissüberbrückungsfähigkeit (Polymer/Zement-Gemisch mit hoher Schichtdicke) für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen.
  • OS 8: Grundierung/Deckversiegelung für befahrbare Flächen
  • OS 11a: Beschichtung mit erhöhter dynamischer Rissüberbrückungsfähigkeit ("zweischichtig") für befahrbare Flächen.
  • OS 11b: Beschichtung mit erhöhter dynamischer Rissüberbrückungsfähigkeit ("einschichtig") für befahrbare Flächen.
  • OS 14: Ähnlich wie OS 11a, jedoch dicker und mit höherer Rissüberbrückungsfähigkeit.

Diese Klassifizierung hilft dabei, die richtige Beschichtung für die spezifischen Anforderungen eines Projekts auszuwählen.

OS 5b steht für eine bestimmte Art von Beschichtungssystem gemäß der Technischen Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung). Die Abkürzung "OS" steht hierbei für Oberflächenschutzsystem.

Bei OS 5b handelt es sich um eine Beschichtung mit geringer Rissüberbrückungsfähigkeit, die aus einem Polymer/Zement-Gemisch mit hoher Schichtdicke besteht. Diese Beschichtung eignet sich insbesondere für nicht begehbare und befahrbare Flächen. Sie wird verwendet, um die Oberflächenintegrität von Bauteilen zu erhalten und gleichzeitig Rissbildung zu minimieren.

OS 2 bezieht sich auf ein Oberflächenschutzsystem gemäß der Technischen Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung) für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen. Konkret handelt es sich um eine Beschichtung ohne Kratz- oder Ausgleichsspachtelung. Diese Beschichtungen werden auf freibewitterten Betonbauteilen mit ausrechendem Wasserabfluss eingesetzt, um den Carbonatisierungswiderstand zu erhöhen. Sie schützen also den Beton vor dem Eindringen von Kohlendioxid, was die Haltbarkeit des Betons erhöht und die Bildung von Rissen reduziert.

OS 4 bezieht sich auf ein Oberflächenschutzsystem gemäß der Technischen Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung) für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen. Konkret handelt es sich um eine Beschichtung mit erhöhter Dichtheit, bei der eine Kratz- oder Ausgleichsspachtelung angewendet wird. OS 4 sollte an freibewitterten Betonbauteilen eingesetzt werden, wenn eine Beschichtung mit erhöhter Dichtheit erforderlich ist. Die Beschichtung wird zusammen mit einer Kratz- oder Ausgleichsspachtelung aufgetragen und eignet sich für den Einsatz im Sprüh- oder Spritzbereich von Tausalzen.

OS 8 bezieht sich auf ein Oberflächenschutzsystem gemäß der Technischen Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung) für befahrbare Flächen. Konkret handelt es sich um eine Grundierung und Deckversiegelung. Diese Art von Beschichtung wird als Grundierungsschicht aufgetragen, um die Oberfläche vorzubereiten und andere Beschichtungen oder Versiegelungen besser haften zu lassen. Sie bildet eine solide Basis für die nachfolgenden Schutzschichten und trägt zur Verbesserung der Gesamtleistung des Beschichtungssystems bei.

Bei der Wahl eines geeigneten Oberflächenschutzsystems für Bauteile, insbesondere Betonkonstruktionen, sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Art der Beanspruchung: Berücksichtigen Sie die Art der Belastungen, denen die Oberfläch ausgesetzt sein wird. Hierzu zählen beispielsweise mechanische Belastungen, chemische Einflüsse, UV-Strahlung und Witterungseinflüsse.
  2. Anwendungsbereich: Stellen Sie sicher, dass das gewählte System für den spezifischen Anwendungsbereich geeignet ist. Hierbei wird unterschieden, ob die Fläche begeh- oder befahrbar sowie im Innen- oder Außenbereich ist.
  3. Schutzanforderungen: Definieren Sie die erforderlichen Schutzanforderungen, wie Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, Kohlenstoffdioxid-Durchlässigkeit, Rissüberbrückungsfähigkeit und Verschleißfestigkeit.
  4. Normen und Richtlinien: Beachten Sie die einschlägigen Normen, Richtlinien und technischen Vorgaben wie die Technische Regel Instandhaltung (TR Instandhaltung), die DAfStb - Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen sowie die EN 1062 und EN 1504-9.
  5. Oberflächenzustand: Prüfen Sie den Zustand der vorhandenen Oberfläche. Je nach Beschaffenheit kann es notwendig sein, vor der Beschichtung vorbereitende Maßnahmen wie Reinigung, Ausbesserung von Rissen oder Spachtelarbeiten durchzuführen.

Die Wahl des richtigen Oberflächenschutzsystems erfordert eine sorgfältige Abwägung diese Faktoren, um eine optimale Schutzlösung für die betreffenden Bauteile zu gewährleisten.

Die Auswahl der richtigen OS Beschichtung hängt von den spezifischen Anforderungen und Bedingungen ab. Hier geben wir Ihnen einige Empfehlungen, wann welche OS Beschichtung eingesetzt werden kann:

  • OS 2: Diese Beschichtung ohne Kratz- oder Ausgleichsspachtelung eignet sich für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen, wo keine intensive mechanische Belastung zu erwarten ist. Sie kann für Bereiche wie Wände oder Decken verwendet werden.
  • OS 4: Diese Beschichtung mit erhöhter Dichtheit und Kratz- oder Ausgleichsspachtelung ist ideal für den Sockelbereich oder andere Bereiche, die starken Feuchtigkeits- oder Wasserbelastungen ausgesetzt sind.
  • OS 5a und OS 5b: Diese Beschichtungen mit geringer Rissüberbrückungsfähigkeit sind geeignet für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen, wo die Hauptanforderungen der Schutz vor Feuchtigkeit und geringfügige Rissüberbrückung sind.
  • OS 8: Diese Grundierung / Deckversiegelung ist passend für befahrbare Flächen in Tiefgaragen, um eine Schutzschicht gegen mechanische Beanspruchung und Chemikalien zu bieten.
  • OS 11a und OS 14: Diese Beschichtungen mit erhöhter dynamischer Rissüberbrückungsfähigkeit sind ideal für befahrbare Flächen in Tiefgaragen, wo intensive mechanische Beanspruchung und Rissbildung zu erwarten sind.

Jedoch ist wichtig zu betonen, dass die Entscheidung für eine OS Beschichtung immer auf den individuellen Gegebenheiten basieren sollte. Faktoren wie die Art der Beanspruchung, die Umgebungsbedingungen, der Untergrundzustand und die Anforderungen des Projekts müssen sorgfältig abgewogen werden.

In einer Tiefgarage sind die Oberflächen unterschiedlich starken mechanischen Beanspruchungen, Feuchtigkeit und Chemikalien ausgesetzt. Für befahrbare Flächen sind daher die OS Beschichtungen OS 11 a oder OS 14 mit einer OS 8 Deckversiegelung geeignet. Diese Beschichtungssysteme bieten eine gute Abriebfestigkeit und eine verbesserte Fähigkeit zur Überbrückung von Rissen, was auf den befahrbaren Flächen in einer Tiefgarage von Vorteil ist.

Auch nicht befahrbare Oberflächen können in Tiefgaragen den Einflüssen von Feuchtigkeit, Tausalzen und betonangreifenden Stoffen ausgesetzt sein. Zum Schutz dieser Flächen wie Wände oder Säulen bieten sich OS 5b Systeme an. Diese schützen die Oberflächen vor Korrosion, chemischen Einwirkungen und Feuchtigkeit. Dadurch können auch nicht befahrbare Oberflächen vor vorzeitigem Verschleiß geschützt werden.

Im Sockelbereich einer Tiefgarage, der oft einem besonderen Set an Herausforderungen wie Feuchtigkeit, mechanischer Beanspruchung und möglichen chemischen Einflüssen ausgesetzt ist, wäre ein Oberflächenschutzsystem mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen diese Faktoren angebracht. Die OS Beschichtung OS 5b (Beschichtung mit geringer Rissüberbrückungsfähigkeit (Polymer/Zement-Gemisch mit hoher Schichtdicke) für nicht begehbare und nicht befahrbare Flächen.) ist daher eine passende Option.

Die charakteristische Chloridbeständigkeit dieses Beschichtungssystems macht es besonders geeignet, um den Sockel vor den schädlichen Auswirkungen von Tausalzen und betonangreifenden Stoffen zu schützen. Diese Schicht fungiert als Carbonatisierungsschutz und bewahrt den Bewehrungsstahl vor frühzeitiger Korrosion und dient dazu die maximalen Standzeiten der Stahlbetonbauteile zu erreichen.

Zusätzlich zur Beständigkeit, gegen Streusalz und betonangreifende Stoffe weist OS 5b auch eine bemerkenswerte Resistenz gegen Feuchtigkeit auf. Da der Sockelbereich oft in direkten Kontakt mit Spritzwasser und Feuchtigkeit kommt, trägt diese Eigenschaft dazu bei, die Oberfläche trocken zu halten und somit die Anfälligkeit für Feuchtigkeitsschäden zu verringern. Die langanhaltende Schutzschicht von OS 5b hilft, die Struktur des Sockelbereichs zu bewahren und trägt zur Verlängerung der Lebensdauer bei.

OS Beschichtungen werden zum Schutz von Betonbauteilen aus verschiedenen Gründen eingesetzt:

  1. Schutz vor äußeren Einflüssen: Betonbauteile sind Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit, Witterungseinflüssen, UV-Strahlung, chemischen Substanzen und mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt. OS Beschichtungen bilden eine Schutzschicht, die die Betonoberfläche vor diesen schädlichen Einflüssen abschirmt.
  2. Verlängerung der Lebensdauer: Betonbauteile, die ungeschützt sind, können aufgrund der oben genannten Einflüsse schneller verwittern, Risse entwickeln und sich verschlechtern. OS Beschichtungen helfen, die Lebensdauer der Bauteile zu verlängern und ihre Integrität über einen längeren Zeitraum zu erhalten.
  3. Erhöhung der Widerstandsfähigkeit: OS Beschichtungen bieten eine zusätzliche Schutzschicht, die die Betonoberfläche widerstandsfähiger gegen Abrieb, chemische Einwirkungen und mechanische Belastungen macht.
  4. Rissprävention und -überbrückung: Einige OS Beschichtungen, insbesondere solche mit Rissüberbrückungsfähigkeit, helfen dabei, kleinere Risse in der Betonoberfläche zu überbrücken und sogar vor ihrer Entstehung zu schützen, was das Eindringen von Feuchtigkeit und schädlichen Substanzen minimiert.
  5. Einfache Wartung: Beschichtete Betonoberflächen sind oft leichter zu reinigen und erfordern weniger aufwändige Wartung im Vergleich zu ungeschützten Oberflächen.
  6. Einhaltung von Standards: In vielen Fällen, insbesondere bei Bauwerken wie Brücken oder Parkhäusern, müssen bestimmte Normen und Vorschriften eingehalten werden. OS Beschichtungen können dazu beitragen, diese Anforderungen zu erfüllen.

Die Verwendung von OS Beschichtungen als Schutzmaßnahme für Betonbauteile trägt dazu bei, ihre Langlebigkeit, Funktion und Ästhetik zu erhalten und die Notwendigkeit teurer Reparaturen und Ersatzbaumaßnahmen zu reduzieren.