Wärmeschutz: Der Schlüssel zur Energiewende im Immobiliensektor

Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Sie erfordert eine grundlegende Transformation der Energieerzeugung und -nutzung, um den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Der Immobiliensektor spielt dabei eine entscheidende Rolle, da er für rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und etwa 36 Prozent der CO₂-Emissionen in der Europäischen Union verantwortlich ist. Um die europäischen Klimaziele zu erreichen, muss der Gebäudebestand energieeffizienter werden und verstärkt auf Erneuerbare Energiequellen zurückgreifen. Doch wie kann die Energiewende im Immobiliensektor gelingen? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Gebäude klimafreundlicher zu machen? Und welche Rolle spielt dabei die Wärmedämmung?

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) hat eine Initiative ins Leben gerufen, die eine klare Antwort auf diese Fragen gibt: „Wärme schützen“. Die Initiative zeigt auf, wie der Dreiklang aus Erneuerbaren Energien, Wärmeschutz und effizienter Heizungstechnik eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Immobiliensektor ermöglicht. Dabei betont die Initiative die zentrale Bedeutung der Wärmedämmung als Grundvoraussetzung für eine optimale Nutzung der Erneuerbaren Energiequellen und der Heizungstechnik. Die Wärmedämmung ist nicht nur ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Wohnqualität und die Wirtschaftlichkeit.

Der Dreiklang zur Energiewende im Immobiliensektor

Die Initiative „Wärme schützen“ des VDPM verfolgt einen technologieoffenen Ansatz, der die individuellen Gegebenheiten und Bedürfnisse verschiedener Gebäude und Regionen berücksichtigt. Der Dreiklang zur Energiewende im Immobiliensektor besteht aus drei essenziellen Komponenten, die eng miteinander verknüpft sind und zusammenwirken, um eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung zu gewährleisten:

  • Die Nutzung Erneuerbarer Energiequellen: Die Erneuerbaren Energien sind die Basis für eine saubere und unabhängige Energieerzeugung. Sie können aus verschiedenen Quellen wie Sonne, Wind, Biomasse oder Erdwärme gewonnen werden. Die Erneuerbaren Energien sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch zukunftssicher. Sie bieten eine große Flexibilität und Vielfalt an Möglichkeiten, um die Energiebedürfnisse verschiedener Gebäude zu decken.
  • Der Wärmeschutz: Der Wärmeschutz ist die Voraussetzung für eine effiziente Nutzung der Erneuerbaren Energien und der Heizungstechnik. Er sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme im Gebäude bleibt und nicht verloren geht. Der Wärmeschutz umfasst verschiedene Maßnahmen wie die Dämmung der Gebäudehülle, die Erneuerung der Fenster oder die Lüftungstechnik. Der Wärmeschutz ist nicht nur ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Wohnqualität und die Wirtschaftlichkeit. Er verbessert das Raumklima, reduziert die Heizkosten und erhöht den Wert der Immobilie.
  • Die Heizungstechnik: Die Heizungstechnik ist die Schnittstelle zwischen der Energieerzeugung und der Wärmenutzung. Sie sorgt dafür, dass die Wärme bedarfsgerecht und komfortabel im Gebäude verteilt wird. Die Heizungstechnik umfasst verschiedene Systeme wie die Wärmepumpe, die Brennwerttechnik, die Solarthermie oder die Pelletheizung. Die Heizungstechnik ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Energieeffizienz, sondern auch ein Element der Gestaltung und der Innovation. Sie bietet eine große Bandbreite an Optionen, um die Heizung an die individuellen Präferenzen und Anforderungen anzupassen.

Der Dreiklang zur Energiewende im Immobiliensektor ermöglicht eine flexible und nachhaltige Umsetzung der Energiewende, ohne eine feste Vorgabe für die Energieform oder die Heizungsart zu machen. Er erlaubt es, die optimale Kombination aus Erneuerbaren Energien, Wärmeschutz und Heizungstechnik zu finden, die auf die spezifischen Gegebenheiten und Bedürfnisse verschiedener Gebäude und Regionen abgestimmt ist. Der Dreiklang ist somit ein Ausdruck der Vielfalt und der Individualität der Energiewende im Immobiliensektor.

Die Bedeutung der Wärmedämmung für die Energiewende im Immobiliensektor

Die Wärmedämmung ist ein Schlüsselfaktor für die Energiewende im Immobiliensektor, weil sie einen direkten Einfluss auf den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen hat. Durch eine verbesserte Wärmedämmung kann der Heizwärmebedarf in Gebäuden drastisch gesenkt werden, was zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen führt. Eine gute Wärmedämmung ist auch eine Voraussetzung für die Nutzung Erneuerbarer Energiequellen und die optimale Heizungstechnik. Sie sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme effizient genutzt wird und nicht verloren geht.

Die Wärmedämmung ist dabei nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsgebäude von großer Bedeutung. Denn die meisten Gebäude in Deutschland sind noch nicht ausreichend gedämmt und haben einen hohen Energieverbrauch. Laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) liegt der durchschnittliche Heizwärmebedarf in Deutschland bei 160 kWh/m²a, während der Passivhausstandard nur 15 kWh/m²a vorsieht. Das bedeutet, dass der Heizwärmebedarf in Deutschland um mehr als 90 Prozent reduziert werden könnte, wenn alle Gebäude nach dem Passivhausstandard gedämmt würden. Das würde nicht nur enorme Mengen an Energie und CO₂ einsparen, sondern auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und die Versorgungssicherheit erhöhen.

Die Wärmedämmung ist somit unverzichtbar, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen des Dreiklangs erfolgreich greifen und die Wärme im Gebäude geschützt wird.

Die Initiative „Wärme schützen“ des VDPM

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) ist die Interessenvertretung der Hersteller von Produkten und Systemen für den Wärmeschutz, den Schallschutz und den Brandschutz in Gebäuden. Der VDPM setzt sich für eine nachhaltige Dämmung ein, die nicht nur den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen senkt, sondern auch die Wohnqualität und die Wirtschaftlichkeit verbessert. Der VDPM fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Immobiliensektor.

Die Initiative „Wärme schützen“ des VDPM möchte die Wärmedämmung als Schlüsselfaktor für die Energiewende im Immobiliensektor positionieren und die Vorteile des Dreiklangs aus Erneuerbaren Energien, Wärmeschutz und Heizungstechnik aufzeigen. Die Initiative möchte damit einen Beitrag zur Sensibilisierung und Motivierung der verschiedenen Zielgruppen leisten, die an der Gestaltung und Umsetzung der Energiewende im Immobiliensektor beteiligt sind.

Häufige Fragen zur Initiative "Wärme schützen" des VDPM

Die Initiative "Wärme schützen" ist eine Initiative des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM), die die Bedeutung der Synergie zwischen Wärmeschutz und erneuerbaren Energien betont.

Wärmeschutz ist wichtig, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern, Heizkosten zu senken, ein behagliches Raumklima zu schaffen, zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beizutragen und den Wert von Immobilien zu steigern.

Um den Übergang zu energieeffizienten Heizsystemen, die erneuerbare Energiequellen nutzen, zu ermöglichen, müssen Gebäude "Niedertemperatur-ready" sein. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Verwendung einer effizienten Wärmedämmung der Außenwand.

Weitere Informationen finden Sie hier

Eine effiziente Wärmedämmung der Außenwand verbessert nicht nur die Energieeffizienz erheblich, sondern bietet auch vielfältige Vorteile für Bewohner und Eigentümer, wie zum Beispiel die Minimierung des Wärmeverlusts, die Vermeidung von Kältezonen und Zugluft, die Erhöhung des Wohnkomforts, die Reduzierung des Energiebedarfs, die Senkung des CO₂-Ausstoßes und die Wertsteigerung der Immobilie.

Die zentrale Botschaft der Initiative „Wärme schützen“ ist, dass effektiver Wärmeschutz, optimale Heizungstechnik und erneuerbare Energien eine untrennbare Einheit bilden. Nur wenn diese drei Komponenten in einer koordinierten Weise zusammenwirken, können wir die Herausforderungen der Energiewende im Immobiliensektor erfolgreich bewältigen und einen klimafreundlichen Weg in die Zukunft einschlagen.

Die Website www.wärme-schützen.de fasst die aktuellen Erkenntnisse zielgruppengerecht für Bauherren, Fachhandwerker, Architekten und Energieberater zusammen.

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