Inspirierende Ideen für die Balkongestaltung: So wird ein Balkon gemütlich

Aufnahme eines Balkons, der mit Pflanzen, einem Tisch und Stühlen gestaltet ist

Steigende Temperaturen laden dazu ein, den eigenen Balkon neu zu dekorieren – sei es mit neuen Möbeln oder einer frischen Bepflanzung. Doch damit der Aufenthalt langfristig entspannt möglich ist, muss der Balkon abgedichtet sein. Das kann mit einer Balkonsanierung auch nachträglich geschehen. Wir zeigen, welche Schritte notwendig sind, um das „Wohnzimmer im Freien“ gemütlich zu gestalten.

1. Wie wird ein Balkon gemütlich?

Selbst mit der schönsten Aussicht, lädt ein Balkon noch nicht automatisch zum langen Verweilen ein. Um ihn wohnlich und gemütlich zu gestalten, gibt es viele Ideen und Inspirationen. Wer sich an diese drei Tipps hält, kann mit einfachen Mitteln viel bewirken:

  • Grün: Topfpflanzen bringen Farbe und Düfte auf den Balkon. Nützliche Kräuter und Blumen in verschiedenen Sorten schaffen eine angenehme Atmosphäre und bieten der Insektenwelt ein kleines Zuhause.
  • Hell: Wer den Balkon mit Lichterketten und Kerzen dekoriert, sorgt für eine stimmungsvolle Beleuchtung. 
  • Trocken: Feuchte Stellen am Boden schädigen nicht nur Outdoor-Möbel, sondern auch langfristig die Konstruktion. Wer den Balkon gestalten möchte, sollte daher zunächst überprüfen, ob der Balkon fachmännisch abgedichtet ist.

2. Warum muss ein Balkon abgedichtet werden?

Beim Kauf von Gegenständen zur Verschönerung des Balkons ist darauf zu achten, dass sie witterungsbeständig sind. Aber auch der Balkon selbst muss als Außenbauteil besonders wetterfest sein, da er ganzjährig verschiedenen Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung ausgesetzt ist. Um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Bausubstanz zu verhindern, muss ein Balkon abgedichtet werden. Eine feste Überdachung kann die Beanspruchungen zwar etwas abmildern, ersetzt jedoch in keinem Fall eine fachgerechte Balkonabdichtung. 

Auch mechanische Belastungen können die Balkonabdichtung auf Dauer undicht machen. Hierzu gehört z.B. das Begehen des Balkons und das Aufstellen von Möbeln. Durch Bewegungen und Vibrationen können in alten Abdichtungen mit der Zeit Risse entstehen, die eine Balkonsanierung erforderlich machen.

3. Mit welchem Material wird ein Balkon abgedichtet?

Für die Abdichtung von Bauteilen stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Welche sich eignen, hängt von den jeweiligen Anforderungen an die Abdichtung ab. Für Balkone bieten sich Flüssigkunststoffe an, also Abdichtungen auf Basis von Polyurethanharzen (kurz PU) und Dispersionen. Sie werden flüssig auf den Untergrund aufgetragen und bilden nach der Aushärtung eine robuste und dauerhafte Balkonabdichtung vor Feuchteschäden. Sie sind bereits in verschiedenen Farbtönen erhältlich und können so auf die Balkongestaltung abgestimmt werden. Für den Untergrund eignet sich am besten Beton bzw. zementgebundener Verbundestrich.

4. Welche Arbeitsschritte gehören zu einer fachgerechten Balkonabdichtung?

Bei Balkonabdichtungen mit den oben genannten Untergründen besteht der Systemaufbau prinzipiell immer aus einer Grundierung, einer Abdichtung bzw. Beschichtung sowie einer Versiegelung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Neubaubalkon oder eine Balkonsanierung handelt. Systeme, mit denen sich ein Balkon abdichten lässt, sind einfach und schnell im Spritz-, Spachtel- und Rollverfahren aufzutragen. 

Für die Vorbereitung sind folgende Schritte zu beachten: 

  1. Schritt: Der Untergrund muss geprüft und bei Bedarf entsprechend vorbereitet werden. Wichtig ist, dass der Untergrund ein Gefälle von mindestens zwei Prozent hat, damit Wasser zügig ablaufen und wegtrocknen kann. Ist auf dem Untergrund kein Gefälle vorhanden, so kann ein Gefälleestrich eingebaut werden. 
  2. Schritt: Wenn der Untergrund zu rau und uneben ist, kann dieser mit einem Betonsaniermörtel ausgeglichen werden. Damit im Übergang zwischen Boden und Wand sauber abgedichtet werden kann, wird dieser eckige Anschluss durch das Herstellen einer mineralischen Hohlkehle abgerundet. Dafür eignet sich ein wasserundurchlässiger und schnellabbindender Dichtspachtel.
  3. Schritt: Der Untergrund sollte trocken und eben sowie frei von haftungsmindernden Bestandteilen sein. Dazu zählen z.B. bröckelige Estrichschichten, Reste von alten Abdichtungslagen oder Beschichtungen und auch Verschmutzungen. Diese müssen vor der Balkonsanierung unbedingt entfernt werden.

Je nach Anforderung des Balkons bietet sich dann ein aufeinander abgestimmtes System an, um den Balkon abzudichten. Dazu gibt es von Weber drei einfache Systeme: 

  1. Ein klassisches System
  2. Ein nachhaltiges und lösungsmittelfreie System
  3. Ein zeitsparendes 2-in-1 System

Auch wenn die vorgestellten Abdichtungssysteme einfach und schnell zu verarbeiten sind, so liegt auch hier der Teufel im Detail. Bevor die Balkonabdichtung flächig aufgetragen wird, müssen nach der Grundierung Detailpunkte wie der Anschluss Boden an Wand, Durchdringungen oder bodentiefe Fenster systemgerecht eingedichtet werden. Dies erfordert genaues und überlegtes Arbeiten sowie handwerkliches Können. Daher empfiehlt es sich, die gesamten Balkonabdichtungsarbeiten von einem erfahrenen Fachhandwerkerbetrieb durchführen zu lassen.

5. Wie kann die Oberfläche des Balkons gestaltet werden?

Bei der Gestaltung eines Balkons spielt auch die Oberfläche des Bodens eine wichtige Rolle. Die beschriebenen Abdichtungssysteme haben alle den Vorteil, dass sie direkt ein farbiges Oberflächenfinish für die Balkongestaltung mitanbieten. Das zeitaufwendige und teure Verlegen von klassischen Balkonbelägen wie Terrassendielen oder Fliesen kann somit entfallen und der gesamte Bodenaufbau des Balkons ist niedrig. Als Highlight für die Balkongestaltung können auch Colorchips im gewünschten Farbton einfach in die frische Versiegelungsschicht eingestreut werden. Sobald diese getrocknet ist, folgt die Deckversiegelung als letzte Schicht, welche transparent, UV-beständig und abriebfest ist. Wer es noch einen Tick edler mag, kann einen Steinteppich aus einer Colorquarzmischung auf die durchgetrocknete Abdichtungsschicht auftragen lassen. Damit die raue Oberfläche des Steinteppichs sowie Verschmutzungen gemindert werden, wird die Quarzmischung nach Durchtrocknung ebenfalls mit einer transparenten Deckversiegelung versehen. Je nach Witterung ist die fertige Fläche bereits am nächsten Tag wieder begehbar.

6. Fazit: Einfach und schnell zur sicheren und schönen Balkongestaltung

Eine fachgerechte Balkonabdichtung ist die Basis, um den Balkon zu gestalten. für eine gelungene Balkongestaltung. Um den verschiedensten Witterungseinflüssen und mechanischen Belastungen standzuhalten, haben sich Flüssigkunststoffe als unkompliziertes Abdichtungssystem für Neubauten und Balkonsanierungen bewährt. Die aufeinander abgestimmten Komponenten sind einfach und schnell zu verarbeiten. Sie schützen die Bausubstanz dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit und sind wartungsarm. Durch die Zugabe von Farbchips, Quarzsanden oder auch Colorquarzmischungen ist eine individuelle und wirtschaftliche Gestaltung der Oberfläche direkt möglich. Eine gut überlegte Balkongestaltung in Kombination mit einer professionellen Balkonabdichtung kann zu einem gemütlichen und dauerhaft nutzbaren Freiluftwohnzimmer werden. Freiluftoasen-Fans können ihren Balkon dann nach Herzenslust dekorieren. 

Profi-Tipp:

Bei Arbeiten an der frischen Luft ist man nicht nur selbst, sondern auch das Material oft kritischen Witterungsphasen ausgesetzt. Um das Abbinden des Materials zu beschleunigen, kann systemabhängig ein sogenannter Katalysator zugegeben werden. Dieser bewirkt eine schnellere Durchtrocknung der Abdichtungslagen und erhöht die Ausführungssicherheit.